Mittwoch, 03. August 2016

Flucht verlagert sich nicht von Balkan- zu Mittelmeerroute

Nach Schließung der Balkanroute zeichnet sich nach Einschätzung der deutschen Bundesregierung bislang keine Verlagerung der Fluchtbewegungen auf die Mittelmeerroute ab.

Archivbild
Archivbild - Foto: © LaPresse

Das sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin unter Berufung auf einen Bericht des Außen- und Innenministeriums im Kabinett.

Der ganz überwiegende Teil der Menschen, die über das Mittelmeer nach Europa kämen, stamme aus Ländern in Subsahara-Afrika. „Die Anzahl der Flüchtlinge auf dieser Route bewegt sich ungefähr auf gleicher Höhe wie vergangenes Jahr.“

Es sei davon auszugehen, „dass der Migrationsdruck nach Europa über die zentrale Mittelmeerroute auf absehbare Zeit hoch bleiben wird“, sagte Demmer. Grund dafür sei, dass die Fluchtursachen in den meisten afrikanischen Ländern – wie etwa Armut, Perspektivlosigkeit oder auch terroristische Bedrohungen – struktureller Natur seien.

Der Großteil der Flüchtlinge, die in Italien ankämen, bleibe dort und stelle in Italien einen Asylantrag. Südtirol nimmt laut staatlichem Verteilungsschlüssel 0,9 Prozent aller Menschen auf, die in Italien einen Asylantrag stellen.

dpa

stol