Montag, 28. August 2017

Flüchtlinge – Beratungen in Rom mit Politikern aus Libyen und Niger

Während in Paris am Montag ein gemeinsames europäisch-afrikanischen Gipfeltreffen stattfindet, tagen auch im Innenministerium in Rom Vertreter aus Libyen, Niger, Tschad und Mali, um über die Flüchtlingskrise zu beraten.

Die Zahl der Flüchtlingsankünfte in Italien ist seit Anfang August zurückgegangen.
Die Zahl der Flüchtlingsankünfte in Italien ist seit Anfang August zurückgegangen. - Foto: © shutterstock

Unter anderem geht es um die Aufstockung der Entwicklungshilfegelder für die Herkunftsländer der Geflüchteten, berichtete das Innenministerium in Rom am Montag.

Am Samstag war es zu einem Treffen zwischen Innenminister Marco Minniti und 14 Bürgermeistern libyscher Städte gekommen. Dabei wurden Maßnahmen zur Bekämpfung des Menschenhandels sowie zur Förderung von Wachstum besprochen.

Seit einem Treffen zwischen Minniti und den Bürgermeistern von libyschen Städten Anfang August sei die Zahl der Flüchtlingsankünfte in Italien stark zurückgegangen, geht aus Angaben des Innenministeriums hervor.

Flüchtlingsankünfte über das Mittelmeer zurückgegangen 

In den Sommermonaten Juli und August ist die Zahl der Flüchtlinge, die in Italien über das Mittelmeer angekommen sind, deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr erreichten laut Innenministerium allein in diesem Monat knapp 90 Prozent weniger Flüchtlinge die italienische Küste. Bis zum 25. August kamen 2.932 Migranten in Italien an, im Jahr zuvor waren es 21.294 Flüchtlinge.

Die libysche Küstenwache führt den Rückgang vor allem auf intensivere Kontrollen im Mittelmeer zurück. Zudem hätten sich mehrere private Rettungsschiffe zurückgezogen, wodurch sich weniger Schmugglerboote auf den Weg machen würden, sagte ein Sprecher der libyschen Küstenwache.

apa

stol