Montag, 07. September 2015

Flüchtlinge – Druck auf USA in Krise wächst

Der Druck auf die USA wächst, Europa bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise mehr zu unterstützen.

Foto: © APA/AP

Die Vereinigten Staaten sollten „die Art von Führung zeigen, die Amerika bei diesen Themen“ in der Vergangenheit an den Tag gelegt habe, forderte der Vorsitzende der Hilfsorganisation International Rescue Committee, David Miliband, am Sonntag im US-Fernsehen.

Seit Ausbruch des Syrien-Konflikts vor vier Jahren haben die USA aus dem Bürgerkriegsland gerade einmal 1.500 Flüchtlinge aufgenommen.

Das sei ein „winziger Beitrag, die menschliche Seite dieses Problems in den Griff zu bekommen“, kritisierte der ehemalige britische Außenminister. Nach Europa strömen derzeit Tausende Flüchtlinge. Allein Deutschland rechnet in diesem Jahr mit 800.000. Viele kommen aus Syrien.

"USA verantwortlich für die Krisen in der Region"

Auch für den Nahostexperten Michael Lüders steht fest: Vor allem die USA sind verantwortlich für die Krisen in der Region.

Die Flüchtlingsbewegung sei die Quittung für die dortige Interventionspolitik, etwa im Irak, sagte der Experte am Wochenende dem „Deutschlandfunk“. Derzeit hätten die USA aber „keinen Plan“.

apa/reuters

stol