Dienstag, 30. Januar 2018

Flüchtlinge: Italien nimmt 40 Syrer direkt aus Beirut auf

Italien hat am Dienstag die 40 Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen, die direkt aus der libanesischen Hauptstadt Beirut nach Rom geflogen wurden. Die Syrer, darunter viele Kinder, trafen am Flughafen Fiumicino ein. Circa 1000 Syrer sollen im Laufe des Jahres 2018 über diesen humanitären Korridor eintreffen.

Italien ließ am Dienstag 40 syrische Flüchtlinge in Rom einfliegen.
Italien ließ am Dienstag 40 syrische Flüchtlinge in Rom einfliegen. - Foto: © APA/DPA

Der Korridor wurde dank eines Abkommens zwischen der Föderation der evangelischen Kirchen in Italien, den Waldensern und der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio mit der italienischen Regierung eingerichtet, um legale Einreisen zu ermöglichen. Dank dieser Initiative konnten seit Februar 2016 bereits hunderte Flüchtlinge legal und sicher nach Italien einreisen. Viele von ihnen haben bereits Italienisch gelernt und eine Beschäftigung gefunden, berichtete eine Sprecherin von Sant'Egidio.

Kosten tragen Kirchen, Pfarren und Spender

Die Aufnahme der neuen Flüchtlinge geht nicht zulasten des Staates. Alle Kosten werden demnach von Kirchen, Pfarren und Spendern getragen. Für eine der Familien, die nächste Woche anreist, habe der italienische Verband von Arbeitnehmern im Agrarsektor seine Unterstützung zugesagt.

Die „humanitären Korridore“ gelten nach Angaben der beteiligten Kirchen als ein Pilotprojekt in Europa. In Frankreich und in Belgien gebe es inzwischen eine ähnliche Möglichkeit der legalen Einreise für Flüchtlinge.

apa

stol