Mittwoch, 09. August 2017

Flüchtlinge: Italiens Premier verteidigt NGO-Verhaltenskodex

Der italienische Premier Paolo Gentiloni verteidigt den von seiner Regierung entworfenen Verhaltenskodex für Flüchtlingsretter im Mittelmeer.

Paolo Gentiloni verteidigt den ausgearbeiteten NGO-Verhaltenskodex.
Paolo Gentiloni verteidigt den ausgearbeiteten NGO-Verhaltenskodex. - Foto: © APA/AFP

„Der Verhaltenskodex für NGOs ist ein wesentlicher Teil einer Strategie zur Bewältigung des Flüchtlingsnotstands. Diese Strategie, die auch die Zusammenarbeit mi den libyschen Behörden vorsieht, zeigt allmählich Resultate“, sagte Gentiloni.

„Die Migrantenströme nach Italien reduzieren sich. Der Staat siegt, die Schlepper verlieren“, kommentierte Gentiloni in einem Interview mit dem Staatsfernsehen RAI am Dienstagabend. Er verteidigte somit die Arbeit von Innenminister Marco Minniti, der in der Regierung wegen des Verhaltenskodex kritisiert worden war.

Manche NGOs weigern sich

Minniti betonte, dass weitere NGOs bald den Regelkatalog unterzeichnen werden, nachdem Proactiva Open Arms und SOS Mediterranee dem Verhaltenskodex zugestimmt hatten. Diese war zuvor von MOAS, Save the Children und der deutschen Sea Eye unterzeichnet worden. Ärzte ohne Grenzen (MSF) und die deutsche NGO Jugend Rettet, gegen die wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung ermittelt wird, weigern sich weiterhin, den Verhaltenskatalog zu unterzeichnen.

dpa

stol