Seit der Schließung der Balkanroute im Frühjahr und der Errichtung des Stacheldrahtzauns an der serbisch-ungarischen Grenze ist es für Schutzsuchende sehr schwierig geworden, bis nach Österreich, Deutschland oder weiter nach Nordeuropa zu kommen. Der einzige Weg führt über Schlepper; de facto legale Einreisemöglichkeiten, wie dies zwischen September 2015 und Februar 2016 der Fall war, gibt es nicht mehr."Wir halten die Situation nicht länger aus"„Wir marschieren in Richtung der Grenze mit Kroatien. Die Camps sind voll, wir schlafen in Parks, wir halten die Situation nicht länger aus“, zitierte Reuters einen Flüchtling aus Pakistan, der sich als „Habib“ vorstellte.Nach Angaben des UN-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR halten sich aktuell offiziell 6.400 Flüchtlinge, vor allem aus Syrien, dem Irak, Pakistan und Afghanistan in Serbien auf. Hilfsorganisationen gehen von knapp 10.000 Schutzsuchenden aus. Sie reisen zum überwiegenden Großteil über Bulgarien und Mazedonien ein, obwohl auch diese Staaten ihre Grenzen für Flüchtlinge geschlossen haben.Tausende Flüchtlinge in SerbienErst im vergangenen Monat hatte sich eine Gruppe von Flüchtlingen zu Fuß auf den Weg zur ungarischen Grenze gemacht. Sie brachen ihren Marsch jedoch ab, bevor sie das Grenzgebiet erreichten.apa