Montag, 09. Januar 2017

Flüchtlinge: Rom fordert EU-Gelder für Abkommen mit Afrika-Ländern

Zur Bewältigung des Flüchtlingsnotstands fordert die italienische Regierung von der EU die Finanzierung von Abkommen mit afrikanischen Ländern. Dies müsse mit „viel Geld“ erfolgen, hat der italienische Außenminister Angelino Alfano am Montag in Rom gesagt. Als Modell solle das Türkei-Abkommen dienen.

Zur Bewältigung des Flüchtlingsnotstands fordert die italienische Regierung von der EU die Finanzierung von Abkommen mit afrikanischen Ländern.
Zur Bewältigung des Flüchtlingsnotstands fordert die italienische Regierung von der EU die Finanzierung von Abkommen mit afrikanischen Ländern. - Foto: © LaPresse

Die Kooperation mit afrikanischen Ländern ist ausschlaggebend. Wenn die Migranten bereits in Italien sind, kann man nur auf Abschiebungen setzen, doch dafür sind Abkommen mit afrikanischen Ländern notwendig“, so Alfano.

„In Europa muss das Bewusstsein vorhanden sein, dass die EU viel Geld ausgeben muss, um die Abfahrt von Migranten zu stoppen, genau wie Geld für das Türkei-Abkommen ausgegeben worden ist“, sagte Alfano. Abkommen sollten mit den Herkunfts- und Transitländer der Migranten abgeschlossen werden, forderte der Außenminister.

Die italienische Regierung drängt auch auf einen verschärften Kampf gegen Schlepper in libyschen Gewässern. Der EU-Einsatz zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer sei wichtig. Doch zusammen mit der Regierung in Tripolis müsse die libysche Küstenwache gefördert werden, damit es in Libyens Gewässern zu strengen Kontrollen gegen Schlepper komme, forderte Verteidigungsministerin Roberta Pinotti am Sonntag.

apa

stol