Freitag, 14. Oktober 2016

Flüchtlinge: Rom weist französische Kritik zurück

Italien hat französische Vorwürfe, wonach ankommende Flüchtlinge im Land nicht ordnungsgemäß registriert würden, zurückgewiesen. Italien erfülle seine Pflichten in punkto Migrantenregistrierung und Grenzkontrollen, versicherte der italienische Innenminister Angelino Alfano am Freitag.

Die Flüchtlingsfrage sorgt für Spannungen in den französisch-italienischen Beziehungen.
Die Flüchtlingsfrage sorgt für Spannungen in den französisch-italienischen Beziehungen. - Foto: © APA

Zuvor hatte sein französischer Amtskollege Bernard Cazeneuve Druck auf Italien gemacht und von Mängeln bei den Hotspots (EU-Registrierungszentren) in Süditalien gesprochen. „Lücken bei der Registrierung sind ein Problem für die europäische Sicherheit“, mahnte Cazeneuve.

Immer wieder Spannungen zwischen Italien und Frankreich

Da viele der in Italien ankommenden Flüchtlinge nach Frankreich weitereisen, kam es zuletzt immer wieder zu Spannungen zwischen den beiden EU-Staaten. Hunderte Schutzsuchende harren in der Hoffnung, auf die andere Seite der Grenze zu gelangen im italienischen Ventimiglia aus. Seit den Terroranschlägen im vergangenen Jahr hat Frankreich zudem wieder Kontrollen an seinen Grenzen eingeführt.

Rückendeckung bekam Italien unterdessen auch von der EU. „Die Migrantenregistrierung in den Hotspots liegt bei 99 Prozent. Zudem gibt es Kontrollen von Europol und Frontex“, zitierten italienische Medien eine Sprecherin der EU-Kommission in Brüssel.

apa

stol