Mittwoch, 22. März 2017

Flüchtlinge: STF-Kritik wegen „SPRAR Projekt“

Das Bezirksleitungsmitglied und Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit (STF) im Vinschgau, Benjamin Pixner, kritisiert in einer Presseaussendung die Vorgehensweise der Bezirksgemeinschaft und der Bürgermeister im Tal, bezüglich des neuen „SPRAR Projekts“. Mit diesem können sich die Gemeinden bereiterklären, weitere rund 80 Flüchtlinge aufzunehmen. „Man will alle Gemeinden nötigen und den Eindruck erwecken, dass dieses Projekt sowieso schon beschlossene Sache ist!“

Benjamin Pixner
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Benjamin Pixner

Bis jetzt habe nur der Gemeinderat von Schlanders diesem Projekt zugestimmt. In vielen anderen Gemeinden des Vinschgaus werde das Thema in den nächsten Tagen erst noch behandelt. „Das letzte Wort hat immer noch der jeweilige Gemeinderat und die meisten Gemeinderäte im Vinschgau haben noch nicht darüber abgestimmt!,“ heißt es von Seiten der STF. 

Benjamin Pixner, selbst Gemeinderat in Kastelbell-Tschars, sieht in der Vorgehensweise der Bezirksgemeinschaft und der Bürgermeister „einen Schwindel“ und betont: „Man will mit einem Mal alle Gemeinden mitziehen und den Eindruck schaffen, dass dieses Projekt sowieso schon beschlossene Sache ist!“

Vor wenigen Tagen fand bezüglich dieses Themas auch eine informelle Sitzung im Gemeinderat von Kastelbell-Tschars statt, der auch Pixner beisaß. Die anwesende Direktorin der Sozialdienste Vinschgau, Karin Tschurtschentaler, stellte dabei die Initiative vor. „In der folgenden ausgiebigen Diskussion unter den Gemeinderäten konnte man klar heraushören, dass bei diesem SPRAR Projekt noch viele Fragen offen sind und es keine Absicherungen gibt, weder was die Finanzierung noch die Abwicklung betrifft“, unterstreicht Pixner abschließend.

Benjamin Pixner

Mitglied der Bezirksgruppe Vinschgau und Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Kastelbell-Tschars.

Süd-Tiroler Freiheit, Bozen

stol