Mittwoch, 13. Mai 2015

Flüchtlingsdrama: Rom hofft auf Fall der „Dubliner Mauer“

Italien setzt große Hoffnungen auf die EU-Kommission, die am Mittwoch ihren Vorschlag für eine „Europäische Migrationsagenda“ präsentieren will.

Angelino Alfano - Archivbild
Angelino Alfano - Archivbild - Foto: © APA/EPA

„Heute ist der Tag der Wahrheit. Die Dubliner Mauer könnte fallen, wenn wir Zustimmung für die Einführung von Quoten für die Verteilung von Migranten auf alle EU-Mitgliedstaaten erhalten“, sagte Italiens Innenminister Angelino Alfano in einem Radiointerview.

„Wenn wir die Zustimmung für die Flüchtlingsquoten erhalten, wäre dies ein erster wichtiger Erfolg, ein epochaler Erfolg“, meinte Alfano im Interview mit Radio RAI. Vorschläge, nach denen europäische Funktionäre in Italien die Verantwortung für die Identifizierung der Migranten übernehmen sollten, lehnte Alfano ab. „Wir sind ein souveränes Land und können all das alleine machen“, betonte der Innenminister.

Alfano dementierte, dass sich Terroristen unter die Flüchtlinge mischen könnten, die in Italien landen. „Wir kontrollieren die Flüchtlinge genau, die in Süditalien landen. Bisher haben wir keine Spur von Terroristen entdeckt. Auch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft haben zu keinen Resultaten geführt. Die Alarmbereitschaft ist jedoch groß und die Kontrollen tiefgründig“, so Alfano.

apa

stol