Donnerstag, 16. April 2015

Flüchtlingsheim erhitzt die Gemüter

Das Land will in einem Nebengebäude der Ex-Gnutti-Kaserne in der Wohnzone Am Moosfeld eine Flüchtlingseinrichtung unterbringen.

In diesem Nebengebäude der Ex-Gnutti-Kaserne in Wiesen sollen nach Sanierungsarbeiten 40 bis 50 Flüchtlinge untergebracht werden. Foto/Copyright: D/mf
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In diesem Nebengebäude der Ex-Gnutti-Kaserne in Wiesen sollen nach Sanierungsarbeiten 40 bis 50 Flüchtlinge untergebracht werden. Foto/Copyright: D/mf

Landesrätin Martha Stocker wies bei einer Bürgerversammlung darauf hin, dass die Flüchtlinge bisher allesamt in Bozen und Meran untergebracht seien. Das Land müsse aber nun angesichts der großen Flüchtlingsströme auch Aufnahmemöglichkeiten in anderen Gemeinden schaffen.

In Wiesen müssten Anpassungsarbeiten vorgenommen werden, die rund 180.000 Euro Kosten sollen. Außerdem müssten Infrastrukturen wie Wasserleitung und Kanalisierung erneuert werden. Die Arbeiten könnten innerhalb von rund zweieinhalb Monaten abgeschlossen werden.

Die Führung des Flüchtlingshauses soll die Caritas übernehmen, die auch die Flüchtlingsheime in Bozen und Meran führt.

Abteilungsdirektor Luca Critelli rechnet damit, dass hauptsächlich Flüchtlinge aus Zentralafrika, aus Pakistan und Afghanistan im Flüchtlingshaus untergebracht werden.

Zu etwa 90 Prozent werde es sich dabei um erwachsene Männer handeln. Sie werden in der Kaserne wohnen, bis ihr Asylverfahren abgewickelt wird.

mf

Was die Anrainer zu den Plänen des Landes sagen, lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe der Tageszeitung „Dolomiten“.

stol