Die Reform solle im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Die Nationalversammlung – das ist das Unterhaus des Parlaments – würde nach den Plänen nur noch gut 400 Sitze haben, der Senat als Oberhaus etwa 244 Sitze.Von den nächsten Parlamentswahlen 2022 an sollen 15 Prozent der Sitze in der Nationalversammlung nach dem Verhältniswahlrecht vergeben werden. Bisher gilt ein reines Mehrheitswahlrecht mit 2 Wahlgängen. Dabei herrscht das Prinzip „Der Sieger bekommt alles“: In jedem Wahlkreis zieht der Kandidat mit den meisten Stimmen in die Nationalversammlung ein, die Stimmen der unterlegenen Kandidaten werden bei der Sitzverteilung nicht berücksichtigt.Die Zahl der aufeinanderfolgenden Mandate soll auf 3 begrenzt werden, mit Ausnahmen für Bürgermeister von kleinen Gemeinden. Zu dem Paket gehört auch eine Verfassungsreform – so soll die Besonderheit der zu Frankreich gehörenden Mittelmeerinsel Korsika dort explizit verankert werden. Das hatte Macron politischen Vertretern der Insel bereits zugesichert.dpa