Dienstag, 12. Mai 2015

Frankreich wirbt für Kubas Öffnung: Hollande traf Castro-Brüder

Frankreichs Staatspräsident François Hollande hat bei seinem ersten Besuch auf Kuba für den Dialog mit dem sozialistischen Karibikstaat plädiert.

Foto: © LaPresse

In Havanna unterstützte Hollande am Montag demonstrativ die kubanische Öffnungspolitik der vergangenen Jahre. Nach dem diplomatischen Neustart zwischen den USA und Kuba solle es zudem zu einem Ende des US-Embargos kommen.

Im Anschluss traf der Franzose seinen Kollegen Raul Castro – zuvor durfte er auch Revolutionsführer Fidel Castro in dessen Haus besuchen. Beide kamen am Nachmittag in Castros Residenz zusammen, bestätigte der Elysee-Palast in Paris auf dpa-Anfrage.

Der 88-jährige Castro ist seit Jahren nur noch selten öffentlich zu sehen. 2006 übertrug er krankheitsbedingt die Regierungsgeschäfte an seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Raúl.

Zum Auftakt seines eintägigen Besuches hatte Hollande versichert, dass sich Frankreich für die gegenwärtige kubanische Öffnung sehr interessiere. Sein Land werde alles tun, um zum Ende der seit den 1960er-Jahren bestehenden US-Wirtschaftssanktionen beizutragen, sagte er während einer Rede in der Universität von Havanna. Hollandes Besuch ist der erste eines westlichen Staatschefs seit der im Dezember eingeleiteten US-Annäherung an Kuba.

apa/dpa

stol