Die First Lady werde mit dem Staatschef ihr Land auf internationaler Ebene repräsentieren und sich in den Bereichen Erziehung, Gesundheit oder Kultur engagieren. Das geht aus einer sogenannten Transparenz-Charta hervor, die der Élyséepalast am Montag veröffentlichte. Demnach erhält die frühere Französisch- und Lateinlehrerin aber kein Gehalt, kein Geld für Repräsentation und sie verfügt über kein eigenes Budget.Rolle der „Première Dame“ bisher nicht festgeschriebenUm ihre Rolle gibt es in Frankreich schon länger eine Debatte: Eine Petition gegen ein Extrabudget für die First Lady wurde laut Veranstalterseite von mindestens 316 000 Menschen unterschrieben.In der 1958 gegründeten Fünften Republik sei die Rolle der „Première Dame“ bisher nicht klar festgelegt worden, berichtete die französische Machtzentrale.Brigitte Macron, die unter anderem bei den Élysée-Begegnungen mit U2-Sänger Bono oder R&B-Sängerin Rihanna zu sehen war, hat zwei Präsidentenberater an ihrer Seite, dazu gibt es ein Sekretariat und Leibwächter. Die nicht genauer bezifferten Kosten sollen in der Élyséebuchhaltung auftauchen.Macron (39) hatte schon im Wahlkampf angekündigt, seiner Frau eine Rolle zu geben. Laut Angaben von Regierungssprecher Christophe Castaner erhält Brigitte Macron jeden Tag mehr als 200 Briefe. Emmanuel Macron lernte seine spätere Frau als Schüler in einer von ihr geleiteten Theatergruppe eines katholischen Gymnasiums in Amiens kennen.dpa