Sonntag, 04. März 2018

Frauenbeauftragte will deutsche Nationalhymne ändern

Nach österreichischem Vorbild soll nun auch die deutsche Nationalhymne geschlechterneutral formuliert werden. Einen entsprechenden Vorschlag hat die Gleichstellungsbeauftragte des deutschen Familienministeriums, Kristin Rose-Möhring, in einem Rundschreiben unterbreitet. Wie die „Bild am Sonntag” berichtet, soll „Vaterland” zu „Heimatland” werden und „brüderlich” zu „couragiert”.

"Vaterland" als sexistischer Begriff? Foto: APA (AFP)
"Vaterland" als sexistischer Begriff? Foto: APA (AFP)

Der Rundbrief ging demnach an alle Mitarbeiter des von der SPD-Politikerin Katarina Barley geführten Ministeriums. Zur Begründung verwies die Frauenbeauftragte demnach auch auf die geschlechterneutrale Umformulierung der österreichischen Bundeshymne (”Heimat großer Töchter und Söhne”). Auch Kanada hatte kürzlich eine Änderung seiner Nationalhymne in geschlechtsneutrale Sprache beschlossen.

Die SPD ist indes in der Wählergunst auf einen historischen Tiefststand von 16 Prozent gefallen. Es handle sich um den schlechtesten Wert, der je für die Partei gemessen worden sei, teilte das Institut Emnid laut „Bild am Sonntag” mit. Die Union ist mit 33 Prozent mehr als doppelt so stark wie der bisherige und voraussichtlich künftige Regierungspartner.

Die rechtspopulistische AfD liege unverändert bei 15 Prozent. Die Grünen verbesserten sich um einen Prozentpunkt auf zwölf Prozent. Die Linke komme erneut auf elf Prozent, während die FDP einen Punkt auf neun Prozent verliere.

Emnid fragte 1890 repräsentativ ausgewählte Personen zwischen dem 22. und 28. Februar. Während dieser Zeit konnten die SPD-Mitglieder über eine erneute Große Koalition abstimmen. Das Ergebnis soll am Sonntagvormittag bekanntgegeben werden. Die Parteiführung geht von einem deutlichen Votum für die Fortsetzung der Regierung mit der Union von Kanzlerin Angela Merkel aus.

apa/ag.

stol