Mittwoch, 03. August 2016

Frauen.Leben.Stärken

Die diesjährige Sommerstudientagung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs und Südtirols fand im Juli in Wieselburg in St. Pölten statt. Unter dem Motto: „Frauen.Leben.Stärken“ haben an die 90 ehrenamtliche und hauptamtliche kfb-Frauen diskutiert und gearbeitet.

Podiumsdiskussion "Frauen auf der Flucht"
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Podiumsdiskussion "Frauen auf der Flucht"

Die Vorsitzende der kfb Österreichs, Veronika Pernsteiner, betonte bei der Eröffnung, dass die Frauenbewegung an einer lebendigen Kirche mitarbeiten wolle. Sie steht für Spiritualität und gelebten Glauben sowie für Gemeinschaft. Festgäste waren bei der Eröffnung Bischof Klaus Küng und Landesrat Stephan Pernkopf. Bischof Küng dankte den Frauen, dass sie den Mut hätten, auf die Veränderungen hinzuschauen. Das Engagement der Frauenbewegung sei nicht nur ein Lebenszeichen, sondern ein großes Hoffnungszeichen für die Kirche.

Dass das Thema „Frauen.Leben.Stärken“ sehr viele Inhalte einbeziehe, das haben die Teilnehmerinnen auch an der Verschiedenheit der Referentinnen und Referenten erlebt. Die Workshops haben gezeigt, dass viel gesellschaftspolitische Arbeit vor der Frauenbewegung liege: sei es beim Thema „Gewalt an Frauen“, beim Thema „Gleichstellung“ oder um darauf aufmerksam zu machen, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) die unbezahlten Tätigkeiten der Frauen nicht einbeziehe und somit verfälscht dargestellt wird. Entscheidungsgrundlage bei allem Einsatz müsse das Evangelium sein. Intensiv beschäftigten sich die Frauen auch mit der Enzyklika „Laudato sí“ von Papst Franziskus. Neben Vorträgen, Workshops und einem Ausflug zur Basilika Sonntagberg gab es die Möglichkeit zum Austausch und zur Begegnung.

Zum Abschluss der einwöchigen Sommerstudientagung diskutierte eine hochkarätige Runde über „Frauen auf der Flucht“:  kfb-Vorsitzende Veronika Pernsteiner, Fluchtexpertin aus Eritrea Tirhas Habtu, der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner und Rainald Tippow, Flüchtlingskoordinator der Erzdiözese Wien, verwiesen dabei auf das große Engagement von Frauengruppen in den Pfarren für geflüchtete Menschen.

„Für die Frauen unseres Diözesanvorstandes waren die Begegnungen mit den Frauen aus den Diözesen Österreichs, die gemeinsamen liturgischen Feiern und die Auseinandersetzung mit den aktuellen Themen eine große Bereicherung und Kraftquelle zugleich“, so die Diözesanvorsitzende Irene Vieider und weiter: „Die kfb ist bedeutend für die Kirche vor Ort, da hier Glaube gelebt und am gemeinsamen „Weltenhaus“ gearbeitet werde. Frauen sehen Dinge anders als Männer. Gerade deshalb ist das Engagement und der Beitrag der Frauen in der Kirche so wichtig“.

Kath. Frauenbewegung, Bozen

stol