<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />So, wie das Gehege der Meerschweinchen jeden Herbst winterfest gemacht werden muss, sollte es im Frühling grundgereinigt werden. Das heißt: Laub im Auslaufbereich entfernen und eventuell matschige Bereiche mit Gehwegplatten trockenlegen.<BR /><BR /> Das Gehege selbst sollte nicht nur einmal im Jahr richtig gesäubert werden. Es müssen täglich Kot- und Urinspuren sowie Futterreste entfernt werden, um Viren und Bakterien, Milben und Würmer als Krankheitserreger zu vermeiden. <BR /><BR />Das Futter- und Trinkgeschirr wird ebenso jeden Tag gesäubert. Dazu kann man einfach warmes Wasser verwenden, bei hartnäckigen Verschmutzungen helfen Spülmittel oder Zitronensaft. Auf chemische Reinigungsmittel sollte man verzichten.<h3> Grundreinigung</h3>Einmal pro Woche muss ein Generalputz her. Dabei wird die Einstreu im überdachten Bereich komplett gewechselt (ein kleiner Teil der sauberen Reste kann aufbewahrt und später wieder zur neuen Einstreu gegeben werden). <BR /><BR />Der Boden im überdachten Gehegebereich (beispielsweise Fliesen, Platten, Steine) sowie die Häuschen sollten mit heißem Wasser geputzt werden. Alle Gegenstände gründlich mit warmem Wasser spülen. Eine Desinfektion ist nicht notwendig – außer, die Tiere leiden unter einem Pilz- oder Parasitenbefall. <h3> Abwechslung im Frühling</h3>Ist alles sauber und trocken, wird der Boden mit frischer Einstreu bedeckt und die Rückzugsmöglichkeiten wieder an die vertraute Stelle gebracht, das gibt den Tieren Sicherheit. Spielsachen sowie die Futter- und Trinkstellen können neu positioniert werden, das sorgt für Abwechslung. Ein paar Snacks im Gehege verteilt oder zwischen frischen Zweigen und Heu versteckt, sorgen für Beschäftigung. <BR /><BR /><b>Achtung:</b> Es dürfen nur ungiftige Zweige (inklusive Blätter) verwendet werden, wie etwa von Apfel-, Haselnuss- und Birnenbäumen sowie Weiden, Johannisbeer- und Heidelbeerbüschen. Auch Birke, Zwetschge, Kirsche und Mirabelle werden gerne angeknabbert. Prinzipiell sind fast alle einheimischen Bäume geeignet – außer die Eibe, diese ist hochgiftig.<BR /><BR />Wichtig im Frühjahr: Grünfutter darf erst langsam beigefüttert werden, das heißt die Tiere sollten nicht sofort im Frühjahr auf die grüne Wiese – vor allem, wenn sie nicht ganzjährig Zugang dazu haben. <BR /><BR />Fressen sie nämlich plötzlich zu viel Gras, kann es zu lebensbedrohlichen Fehlgärungen im Magen-Darm-System kommen. Haben sich die Tiere langsam daran gewöhnt, ist ihr Verdauungstrakt auf das frische Gras vorbereitet und im Frühsommer kann bedenkenlos die Wiese abgegrast oder Grünschnitt verfüttert werden.<h3> 3 Tipps für die artgerechte Meerschweinchenhaltung</h3><Gotham_Bold></Gotham_Bold><b>1.</b> Meerschweinchen sind Rudeltiere, das heißt, sie dürfen nie alleine gehalten werden, sondern immer in einer Gruppe von mindestens 3 Tieren. Am unproblematischsten ist eine reine Weibchengruppe oder eine Gruppe mit nur einem kastrierten Bock. Anspruchsvoller sind reine Bockgruppen. <BR /><BR /><b>2.</b> Ein Gartengehege muss mindestens ein bis eineinhalb Quadratmeter Grundfläche pro Tier betragen. Es muss über genügend Schattenplätze verfügen und raubtiersicher gebaut werden – sei es von oben und von allen Seiten als auch von unten durch ein Fundament. Zudem sollte es mit einem zusätzlichen Auslaufbereich verbunden sein, der den Tieren tagsüber zur Verfügung steht.<BR /><BR /><b>3.</b> Das Gehege muss ausreichend Verstecke sowie wind- und wetterfeste Schutzhäuschen enthalten. Idealerweise sind alle Häuschen mit mehr als einem Eingang versehen, denn Sackgassen fördern Rangordnungsstreitigkeiten. Mehrere Wassertränken, Futterraufen sowie Holzspäne und Stroh als Einstreu runden das artgerechte Zuhause ab.