Samstag, 06. Januar 2018

Führende CDU-Politiker optimistisch vor Sondierung mit SPD

„Ich bin optimistisch, dass wir was hinbekommen“, sagte der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), am Samstag vor Beratungen von Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel mit den Unterhändlern von CDU und CSU.

Am Samstag ist Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Laschet zur Beratung unter vier Augen zusammengekommen.
Am Samstag ist Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Laschet zur Beratung unter vier Augen zusammengekommen. - Foto: © LaPresse

Auf die Frage, ob Merkel Unionspositionen räumen werde, weil sie unter besonderem Erfolgsdruck stehe, sagte er: „Ganz im Gegenteil.“ Die Kanzlerin habe prozentual gesehen die Wahl gewonnen. An der Union vorbei könne keine Regierung gebildet werden, eine vorgezogene Neuwahl wolle niemand. „Sie kann deswegen sehr selbstbewusst mit uns an der Seite in die Verhandlungen reingehen.“

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte, jetzt müsse gemeinsam mit der SPD ausgelotet werden, was gehe. „Das wird nicht einfach, das ist doch völlig klar. Aber ich finde, wir reden jetzt erstmal miteinander und nicht ständig übereinander.“

Die Kanzlerin und Ministerpräsident Laschet treffen sich zur Beratung

Die Kanzlerin war am Samstag bereits vor der großen Runde mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) zu Beratungen unter vier Augen zusammengekommen. Laschet ist in den Sondierungen federführend für die Bereiche Energie, Klimaschutz und Umwelt. Von Mittag an bereitete sie sich mit den wichtigsten CDU-Unterhändlern auf die Gespräche mit der SPD vor. Die CSU-Abgesandten wurden am späten Nachmittag erwartet – sie wollten direkt von der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im oberbayerischen Kloster Seeon kommen.

dpa

stol