Dienstag, 03. März 2015

Fünf Städte und zwei Provinzen unter Kontrolle des IS

Der Angriff der irakischen Streitkräfte auf die Stadt Tikrit soll Auftakt einer Großoffensive sein, um die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) aus dem ganzen Land zu verdrängen. Welche Städte haben die Extremisten im Irak und in Syrien in ihrer Gewalt? Eine Übersicht:

IRAK

Mossul: Die zweitgrößte Stadt des Irak und Hauptstadt der Provinz Ninive liegt 350 Kilometer nördlich von Bagdad. Vor der Erstürmung durch den IS am 10. Juni 2014 zählte sie rund 1,5 Millionen Einwohner, die meisten von ihnen Sunniten. Die Jihadisten haben in Mossul viele religiöse Kultstätten verwüstet.

Tikrit: Tikrit liegt auf halber Strecke zwischen Bagdad und Mossul und ist die Hauptstadt der Provinz Salaheddine und wie Mossul überwiegend sunnitisch. Die Stadt wurde vom IS nur einen Tag nach Mossul überrannt. Tikrit ist auch die Heimatstadt von Saddam Hussein. Seit Montag rücken rund 30.000 irakische Soldaten auf die Stadt vor, um sie dem IS zu entreißen.

Tal Afar: Die überwiegend von Schiiten bewohnte Stadt liegt zwischen Mossul und der syrischen Grenze, sie fiel dem IS am 23. Juni in die Hände.

Falluja: Die Sunniten-Hochburg nur 60 Kilometer westlich von Bagdad war schon am 2. Jänner vergangenen Jahres von Jihadisten erobert worden, also ein halbes Jahr vor der eigentlichen IS-Offensive.

SYRIEN

Rakka: Die einstige 250.000-Einwohner-Stadt liegt 200 Kilometer westlich der irakischen Grenze und keine 100 Kilometer südlich der Türkei. Die Jihadisten eroberten Rakka im Jänner 2014 und haben sie zur Hauptstadt ihres „Kalifats“ gemacht. Die verbliebenen Einwohner wurden radikalen islamischen Regeln unterworfen.

Deir ez-Zor (Deir al-Zor): Die östliche ölreiche Provinz ist fast ganz in der Hand der Extremisten, allerdings halten Regierungstruppen etwa die Hälfte der Provinzhauptstadt.

Hassaka: In der nordöstlichen Provinz an den Grenzen zur Türkei und zum Irak gelegen hat der IS mehrere Öl- und Gasfelder erobert.

apa/afp

stol