<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Einige Hunde sind selbst bei tiefen Minusgraden am liebsten draußen, andere frieren schnell bei Nässe und Kälte. Im Unterschied zum Haushund lebt der Wolf 24 Stunden im Freien und ist an kalte Temperaturen gewöhnt.<BR /><BR /> Außerdem hat das Fell vieler Hunderassen (zum Beispiel Pinscher, Malteser, Bulldogge, Dobermann usw.) kaum mehr etwas mit dem „Wolfspelz“ gemeinsam. Diesen Hunden fehlt die wärmende Unterwolle. Ob ein Hund friert oder nicht, hat also nichts mit der Größe des Tieres zu tun.<BR /><BR />Hunde, die ein dichtes Unterfell haben und ganzjährig im Freien schlafen, sind an kältere Temperaturen relativ gut gewöhnt. Trotzdem ist es wichtig, dass sie eine windgeschützte, isolierte Hundehütte haben. <BR /><BR />Genauso wichtig wie im Sommer ist im Winter frisches Wasser. Dieses sollte in den Wintermonaten mindestens zweimal am Tag gewechselt werden, damit es nicht gefriert und der Hund nicht ständig eiskaltes Wasser trinken muss. <h3> Pfotenschutz</h3>Wenn möglich, sollte man im Winter auf ungestreute Wald- oder Wiesenwege ausweichen. Das große Problem im Winter sind nämlich Sand, Split und Streusalz auf dem Asphalt. Sie können zwischen den Pfoten und den Fellhaaren hängen bleiben und dann kleine Risse an der Haut verursachen, die sehr schmerzhaft für die Vierbeiner sind.<BR /><BR /> Daher sollte man die Pfoten nach jedem Spaziergang auf salzbestreuten Gehwegen mit lauwarmem Wasser abwaschen. So wird zudem verhindert, dass der Hund die Streureste abschleckt. Es reicht, wenn man eine Schüssel nimmt, die Pfoten kurz darin eintaucht und mit einem Tuch trocknet.<BR /><BR />Bei Hunden mit längerem Fell kommt es häufig vor, dass sich im Zwischenzehenbereich Schneeklümpchen bilden. Diese sind sehr schmerzhaft für den Hund. Am besten kürzt man daher vorsichtig das Fell zwischen den Zehen und fettet die Pfoten vor dem Spaziergang mit einem Pfotenbalsam, mit Vaseline oder Melkfett gut ein. So ist die Haut geschützt und zu Hause gibt es keine Fettflecken auf dem Fußboden. <BR /><BR />Sollte der Vierbeiner besonders empfindlich sein oder unter einer gereizten Zwischenzehenhaut leiden, ist es ratsam, spezielle Hundeschuhe/Pfotenschuhe beim Spaziergang zu benutzen. Sie sind für manche Hunde durchaus sinnvoll und nicht nur ein Modeaccessoire. Nicht umsonst nutzen Hundeschlittenführer sie für ihre Hunde.<h3> Hundemantel – sinnvoll oder übertrieben?</h3>Vorab ist zu sagen, dass ein Mantel als reiner Modetrend bei Hunden nichts zu suchen hat. Vor allem Mützen oder Sonstiges sind ein No-Go. Es gibt aber Ausnahmen. Vor allem ältere Hunde oder Hunde mit Gelenk- und Knochenproblemen brauchen im Winter Wärme und Schutz. Ebenso empfindliche Hunde ohne Unterwolle wie Pinscher, Dobermann oder Weimaraner. Auch Hunde, die aus dem Süden kommen und das erste Mal einen nasskalten Winter erleben, können durch einen Hundemantel geschützt werden.<BR /><BR />Bei Spaziergängen im Schnee bei Minusgraden ist ein geeigneter Hundemantel also durchaus sinnvoll. Aber nur dann, wenn er wirklich nötig ist, also wenn der Hund friert. Das kann man leicht an seinem Verhalten erkennen. <BR /><BR />Geht der Vierbeiner nur sehr langsam, zittert er, zieht er die Rute unter den Bauch oder krümmt den Rücken hoch, hat er höchstwahrscheinlich zu kalt. In diesem Fall kann er durch einen Hundemantel gewärmt werden.<BR /><BR />Der geeignete Mantel besteht aus atmungsaktivem Material und muss die nötige Bewegungsfreiheit ermöglichen. Wichtig: Beine und Rute müssen frei sein. Der Bauch, der Nacken und der Hals sollten abgedeckt sein. Hier sind die Hunde empfindlicher als auf dem Rücken. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1262589_image" /></div>