Genannt seien in Gedenken an Andreas Hofer die Freiheit des Geistes, die Eigenständigkeit, die soziale Gerechtigkeit, die Toleranz und die Hochhaltung der menschlichen Werte.Helmuth Renzler bemängelte, dass heutzutage weniger auf die Beständigkeit dieser Werte geachtet werde. Im Gegenteil, die Schnelllebigkeit habe Unzufriedenheit und mangelnde Zivilcourage gefördert. Das wiederum habe zur Folge, dass die Politik immer öfter in Versuchung gerate, den Menschen unmachbare Dinge zu versprechen und die Bevölkerung wiederum stelle unrealisierbare Forderungen.„Der größte Teil der Südtiroler Bevölkerung lebt in einem relativen Wohlstand. Gerade deshalb und trotz spürbarer Wirtschaftskrise hätten wir aber durchaus Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Die Gesellschaft hat sich verändert. Mit steigendem Wohlstand haben sich die Wertvorstellungen verschoben. Ob die Richtung immer die richtige ist, wage ich zu bezweifeln“, sagte Renzler.Der SVP-Landtagsabgeordnete plädierte für eine Rückbesinnung auf die bewährten Werte. So sollte etwa die Arbeit der Nachbarin, welche tagtäglich ihre kranke Mutter pflegt, oder die vielen ehrenamtlichen tätigen Südtirolerinnen und Südtiroler wieder vermehrt in den Mittelpunkt rücken. Dafür müsse die Gesellschaft stärker zusammenwachsen, ganz nach dem Vorbild Europas oder der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino.„Auf politischer Ebene haben wir verstanden, dass wirtschaftliche- und kulturpolitische Allianzen unverzichtbar sind. Eine positive Entwicklung und Zukunft unseres wertvollen Landes ist nicht nur durch das Schreiben eines dritten und neuen Autonomiestatutes gesichert. In erster Linie müssen wir verstehen, dass auf humaner Ebene ein neues Denken stattfinden muss“, erklärt der SVP-Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler.