Donnerstag, 14. Juni 2018

Für Millionen Muslime weltweit endet Fastenmonat Ramadan

Nach entbehrungsreichen Wochen feiern Muslime in aller Welt das Ende des Fastenmonats Ramadan. In den Ländern der muslimischen Welt bereiteten sich Millionen Menschen auf das Fest des Fastenbrechens (Id al-Fitr) vor, an dem traditionell die Familien zusammenkommen. In der Türkei beginnen die Feiertage am Freitag und dauern bis Sonntag. Viele nutzen sie für einen Kurzurlaub.

Eine Muslime in der Stadt Abidjan mit ihrem Kind auf dem Arm.
Eine Muslime in der Stadt Abidjan mit ihrem Kind auf dem Arm. - Foto: © APA/AFP

In anderen Ländern wie etwa Saudi-Arabien, Ägypten, Libanon oder Syrien entscheidet sich jedoch erst am Donnerstagabend, an welchem Tag genau der Ramadan endet. Das hängt davon ab, wann die Gelehrten den Neumond sichten, und kann von Land zu Land variieren. Saudi-Arabien, Schutzherr der im Islam heiligen Städte Mekka und Medina, rief seine Bürger auf, nach dem Neumond Ausschau zu halten.

Im Ramadan verzichten gläubige Muslime vom Anbruch des Tages bis zum Abend auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Das im Koran verankerte Fastengebot zählt zu den fünf Säulen des Islam. Beim Id al-Fitr feiern die Muslime, dass sie die Anstrengungen gemeistert haben.

Kinder bekommen Geschenke und Süßigkeiten 

Vor allem die Kinder freuen sich jedes Jahr auf das Fest des Fastenbrechens, das zu den wichtigsten Feiern der Muslime gehört. Viele bekommen etwas Geld oder Süßigkeiten geschenkt, weshalb das Fest in einigen Regionen auch Zuckerfest genannt wird. Generell sind Süßspeisen während des Id al-Fitr besonders beliebt.

In den vergangenen Jahren hatten Extremisten wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) den Ramadan für zahlreiche Anschläge genutzt. In diesem Jahr war der Fastenmonat in Afghanistan besonders blutig. Die radikalislamischen Taliban intensivierten nach dem Beginn ihrer Frühjahrsoffensive im Mai ihre Angriffe auf Regierung, Sicherheitskräfte und Bezirkszentren weiter. Am vergangenen Samstag kündigten sie für die Feiertage eine dreitägige Feuerpause an.

dpa 

stol