Freitag, 12. April 2019

Geballte Frauenpower im Maschinenbau

Das Brixner Unternehmen PROGRESS GROUP zählt zu den internationalen Marktführern in der Entwicklung und Herstellung von Maschinen und Anlagen sowie Software-Komplettlösungen für die Betonfertigteilindustrie. Es erweist sich als interessanter Arbeitgeber für technisch begabte, weltoffene und kreative Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Dass in diesem Sektor auch Frauen Fuß fassen können, beweisen die zwei jungen Mitarbeiterinnen Esther und Anna.

Anna Mitterer. Foto: Progress Group
Anna Mitterer. Foto: Progress Group

Schon in der Schule ein Mathe- und Technikfan

Die 33-jährige lernfreudige Brixnerin, Esther Santifaller, hat nach dem Abschluss des Realgymnasiums im Rahmen ihres Tourismusmanagement-Studiums ein Auslandssemester in San Antonio/Texas und in Barcelona absolviert. Nachdem sie ihr Masterstudium in Bozen abgeschlossen hat, sammelte sie erste Berufserfahrungen im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft. „Bereits während meiner Schulzeit interessierte ich mich für Mathematik und Technik. Ich bin gern unterwegs, probiere gern Neues aus und übernehme gern Verantwortung“, erzählt sie. Neben Deutsch und Italienisch verfügt Esther über sichere Englisch- und Spanischkenntnisse, welche sie sich durch ihre Auslandsaufenthalte angeeignet hat.

Das sind beste Voraussetzungen für den Job als „Software-Consultant/Berater“, der vor einem Jahr bei Progress Software Development (PSD) ausgeschrieben war. „Nachdem mir erklärt wurde, dass es darum ging, für Kunden entwickelte Systeme vor Ort zu präsentieren, Prozesse zu analysieren und gemeinsam Lösungen zu finden, sagte ich sofort zu.

Die Stimmung im jungen, wachsenden internationalen Team ist „bärig“. Wichtig ist, dass man keine Angst hat und etwas wagt – dann kann man, auch als Frau, technische Kenntnisse und Fertigkeiten Schritt für Schritt ausbauen!“ 

Keine Scheu vor technischen Herausforderungen

Dafür steht auch Anna Mitterer, welche als Maschinenschlosserin bei Progress Maschinen & Automation in Brixen beschäftigt ist. Die Schaldererin besuchte sie die Landesberufsschule „Tschuggmall“ in der Fachrichtung Metall und sammelte Arbeitserfahrung im Bereich Maschinen-Frästechnik.

„Da mein Vater Maschinenschlosser ist und ich bereits als Kind mein handwerkliches Talent ausprobieren konnte, habe ich den Wechsel ganz und gar nicht bereut. Durch Freunde bin ich auf Progress Group aufmerksam geworden und bin mittlerweile seit einem guten Jahr dabei. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem neue Messeinheiten planen, entwickeln, produzieren und testen. Im Team kann ich täglich Neues dazulernen. Ab und zu bin ich auch auf Montage, so zum Beispiel Anfang März in der Nähe von Hannover“, berichtet die 26-Jährige.

Auf die Frage, wie es denn sei, fast nur mit Männern zusammenzuarbeiten, antwortet sie schlagfertig: „Fein! Ich hatte bisher nie Probleme, wurde immer gleich akzeptiert und gut aufgenommen!“

Anna ist der Meinung, dass junge Frauen sich mehr zutrauen sollen, denn, obwohl sie nicht so viel körperliche Kraft haben, können sie bezüglich Geschicklichkeit und technischem Verstand mit jedem Mann mithalten.

Vielversprechende Aussichten

Frauen bleiben Exoten in technischen Disziplinen. Doch Esther und Anna sind das beste Beispiel dafür, dass sich die Zeiten geändert haben. Viele junge Frauen verfügen über großes Talent und haben den nötigen Ehrgeiz einen technischen Beruf zu erlernen. Die Berufsbilder im Maschinenbau haben sich durch moderne Technologien nachhaltig verändert und bieten viele Job- und Karrieremöglichkeiten für mehr Frauen.

 PROGRESS GROUP

 Julius Durst Str. 100

 39042 Brixen

 www.progress-group.info

stol