Ein Radweg sollte eigentlich mehr Sicherheit für Radfahrer bringen. Im Bozner Stadtviertel Haslach ist dies nicht unbedingt gelungen. Jetzt will die Gemeinde nachbessern. <BR /><BR />Im Verkehrsplan der Gemeinde Bozen war der nunmehr bestehende Radweg entlang des St.-Getraud-Weges schon immer enthalten. „Man hat lange darüber diskutiert, auf welcher Straßenseite der Schutzweg gebaut werden soll“, sagt die ehemalige Mobilitätsstadträtin und nunmehrige Präsidentin des Stadtviertelrates, Judith Kofler Peintner (SVP). Nach dem festgestellt wurde, dass nur jene Straßenseite entlang des Sportplatzes in Frage kommt, wurde geplant. <BR /><BR />In der Amtszeit Kofler Peintners hat man das Vorhaben nicht unbedingt mit großem Interesse verfolgt. „Ich war damals der Meinung, dass in einer Tempo-30-Zone ein eigener Radweg nicht unbedingt dringend ist“, sagt sie. <BR /><BR />Ihre Nachfolgerin Maria Laura Lorenzini von den Grünen hat das Projekt dann auf Biegen und Brechen durchgedrückt. Sie hat dafür auch die Entfernung von mehreren Bäumen entlang der Straße in Kauf genommen. Die Baumfällungen haben für geharnischte Proteste von Umweltschützern und Bewohnern des Stadtviertels gesorgt. Lorenzini setzte sich durch: Mit den Arbeiten wurde schlussendlich im Juli 2018 begonnen. Im September wurde er dann freigegeben. <h3> Brenzlige Situationen</h3>Damit begannen mehr oder weniger die Schwierigkeiten, denn entlang der Trasse gibt es gleich mehrere Parkplatzausfahrten: Beim Sportplatz, sowie bei der italienischen Berufs- und Mittelschule. Es ereignen sich immer wieder brenzlige Situationen. Dazu kommt noch, dass sich regelmäßig Fußgänger auf den für Radfahrer reservierten Weg verirren, oder diesen überqueren müssen, um ins Schulgebäude usw. zu kommen.<BR /><BR /> „Eine technische Lösung ist schwierig“, sagt Kofler Peintner. Möglicherweise könnte man durch Hinweisschilder und Bodenmarkierungen die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer erhöhen; Auto- wie Radfahrern. Denn: „Manchmal rasen auch die Radler ganz schön flott durch die Gegend. Es braucht somit mehr Verständnis von beiden Seiten“, sagt sie. <BR /><BR />In ihrer weiteren Funktion als SVP-Ortsobfrau hat sie Vizebürgermeister Luis Walcher und den Haslacher Gemeinderat Andreas Berger mit dem Thema betraut. „Ich habe bereits vor geraumer Zeit die zuständigen Gemeindeämter gebeten für eine Verbesserung der Situation zu sorgen“, sagt Berger. Vor allem jene , die vom Radweg in der St.-Vigil-Staße auf den des St.-Gertraud-Wegs einbiegen, werden von den Autofahrern oft sehr spät gesehen. „Die Bodenmarkierungen wurden verbessert, demnächst soll auch eine Warnblinkanlage installiert werden“, berichtet Berger. Damit hofft er, dass eine der größten Gefahrenquellen soweit beseitigt werden kann. Ansonsten ist auch er der Meinung, dass es Rücksicht von allen 3 Seiten braucht: Autofahrer, Radler und Fußgänger. <BR />