<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Der Eichenprozessionsspinner ist ein unscheinbarer Schmetterling. Seine Raupen, die in ihren typischen Seidennestern vor allem in Eichenbäumen, aber auch in Kiefern und Zedern zu finden sind, können jedoch schnell gefährlich werden. Die Brennhaare der Prozessionsspinner enthalten das Eiweißgift Thaumetopoein, das bei uns Menschen Hautausschläge, Atembeschwerden und Augenreizungen auslösen kann. <BR /><BR />Für unsere Hunde sind die Raupen vor allem gefährlich, wenn sie in langen Reihen – den sogenannten Prozessionen – auf Nahrungssuche gehen. Dann können Hunde beim Spazierengehen durch Schnüffeln mit ihnen in Kontakt kommen. Selbst wenn die Tiere keinen direkten Kontakt hatten, können die feinen Härchen in der Luft ebenfalls für Reaktionen sorgen.<h3>Die Symptome</h3>Hatte ein Hund Kontakt mit den Brennhaaren der Eichenprozessionsspinner, schwillt seine Zunge und/oder der Rachen an und es kann zu vermehrtem Speichelfluss (Sabbern) kommen. Zudem erbrechen manche Hunde heftig. <BR /><BR />Durch Schwellungen oder allergische Reaktionen kann Atemnot einsetzen. Dies geschieht vor allem dann, wenn Härchen in die Lunge gelangen. Haare im Magen und Darm können den Verdauungstrakt schädigen. Weitere Anzeichen sind Fieber und eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes.<BR /><BR />In jedem Fall sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Um schwerwiegende Folgen zu vermeiden, muss der betroffene Hund medizinisch versorgt werden.<h3>Was zu tun ist</h3>Falls der Hund mit Brennhaaren in Berührung kommt, kann die betroffene Stelle mit Wasser abgespült werden. Achtung: Nicht reiben, dadurch können die feinen Härchen noch weiter in die Haut eindringen. Die Kleidung sollte gewaschen werden. <BR /><BR />Damit das Worst-Case-Szenario erst gar nicht eintritt, sollten Hundehalter von April bis Juli bekannte Befallsgebiete (diese sind manchmal durch Warnschilder gekennzeichnet) meiden und den Hund vor allem in Kiefern- und Zedernwäldern an der Leine halten. Nester oder Raupen dürfen nicht berührt werden! <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1156839_image" /></div> <BR />In Südtirol ist der Eichenprozessionsspinner vor allem im Vinschgau sowie in Bozen und Meran verbreitet. Die Landesabteilung des Forstdienstes ruft daher seit Frühlingsbeginn zu besonderer Vorsicht auf. Zudem sollte man nicht auf die Raupen treten und auch keine anderweitigen Versuche unternehmen, die Plagegeister zu vernichten.<BR /><BR /> Die abgestoßenen Brennhaare sind so leicht, dass sie mit dem Luftzug transportiert werden. Und auch dann wird's für Mensch und Tier gefährlich.