Sonntag, 15. April 2018

Gefecht an pakistanisch-afghanischer Grenze: 4 Soldaten tot

Bei einem Gefecht an der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan sind am Sonntag nach Angaben aus beiden Ländern mindestens 4 Soldaten getötet worden. Beide Seiten machten sich gegenseitig für die tödlichen Schüsse verantwortlich.

Der Grenzzwischenfall ereignete sich 9 Tage nach einem Besuch des pakistanischen Ministerpräsidenten Shahid Khaqan Abbasi in Kabul.
Der Grenzzwischenfall ereignete sich 9 Tage nach einem Besuch des pakistanischen Ministerpräsidenten Shahid Khaqan Abbasi in Kabul. - Foto: © APA/AFP

Ein Polizeisprecher in der afghanischen Grenzstadt Khost sagte, pakistanische Truppen hätten versucht, auf afghanischem Gebiet Kontrollpunkte zu errichten. Sie hätten auf die afghanischen Soldaten geschossen, 2 von ihnen getötet und 3 verletzt. Pakistans Armee teilte dagegen mit, die Afghanen hätten über die Grenze hinweg auf pakistanische Soldaten, die Grenzanlagen ausgebessert hätten, geschossen. 2 von ihnen seien getötet und 5 weitere verletzt worden.

Der Grenzzwischenfall ereignete sich nur 9 Tage nach einem Besuch des pakistanischen Ministerpräsidenten Shahid Khaqan Abbasi in Kabul. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind gespannt. Die Führung in Kabul, aber auch die US-Regierung werfen Pakistan vor, die radikalislamischen Taliban in Afghanistan zu unterstützen. Die Taliban kontrollieren Militärangaben zufolge mittlerweile wieder mehr als 14 Prozent des Landes, 30 Prozent gelten als umkämpft.

apa/dpa 

stol