Sonntag, 18. Oktober 2015

Geht nicht gibt’s nicht: KVW für Krankenhaus Schlanders

Bei einer Tagung in Brixen wurde klar: die kleinen Krankenhäuser sind wichtig für Bürger und Wirtschaft. Die Politik ist nun ernsthaft gefordert.

Eine starke Vinschger-Delegation war in Brixen vertreten (Foto: Freunde Krankenhaus Schlanders)
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Eine starke Vinschger-Delegation war in Brixen vertreten (Foto: Freunde Krankenhaus Schlanders)

Kleinspitäler überlebenswichtig

Die Schweiz macht es wieder einmal vor. Und anders. Kleinspitäler überleben, auch wirtschaftlich. Mehr noch. Sie sind öffentlich anerkannt, gelten als entscheidend für die Grundversorgung und die Wirtschaftsentwicklung in der Region. So haben sich beim „Ospidal in Scuol“ 93% der Bürger in einer Volksabstimmung dafür ausgesprochen, dass intensiv investiert und das Angebot ausgeweitet wird. Das Regionalspital ist mit modernster Infrastruktur ausgestattet. Die Akutversorgung reicht von der Chirurgie über die Innere Medizin bis zur Geburtshilfe.

Dazu kommen Anästhesiologie bzw. Schmerztherapie und Rettungsmedizin sowie ein komplementärmedizinisches Angebot. Und das alles für ein Einzugsgebiet von 8.000 Einwohner. Und niemand stellt die Geburtshilfe in Frage, obwohl es nur 50-60 Geburten pro Jahr sind, so Direktor Philipp Gunzinger bei seinem Referat in der Cusanusakademie in Brixen am 17. Oktober 2015 vor versammelten Politikern und Promotoren der Krankenhäuser Schlanders, Sterzing und Innichen.

Südtirols Politik gefordert

Die Frage, die sich alle Anwesenden stellten: warum geht das in Südtirol nicht? In einem Land, das noch immer als wohlhabend gilt, autonom im Staate Italien ist und angesichts der permanenten Beteuerungen der Politik, die Peripherie stärken und attraktive Arbeitsplätze erhalten zu wollen.

Die Antworten müssen die Politiker bald und ernsthaft geben, so der Grundtenor. Ansonsten folgt die Rechnung bei den nächsten Wahlen. Auch der KVW-Bezirk Vinschgau war beim Treffen vor Ort und mit der Bezirksvorsitzenden der Frauen Gertrud Telser sowie mit Bezirksobmann-Stellvertreter Josef Bernhart vertreten. Primar Anton Theiner bedankte sich für den unermüdlichen Beistand des KVW für das Krankenhaus. „Dies wird auch weiterhin so bleiben. Es darf keinerlei Abbau von Leistungen für die Bürger vor Ort geben und dafür setzen wir uns auch zukünftig mit aller Kraft ein und machen weiter Druck auf die Politik im Land und unsere Vertreter in Rom“, so Josef Bernhart stellvertretend für den KVW-Vinschgau.

KVW-Vinschgau, Morter

stol