Dienstag, 13. Januar 2015

Geiselnehmer von Paris stand offenbar auf US-Überwachungsliste

Der islamistische Attentäter Amedy Coulibaly, der am Freitag vier Geiseln in einem jüdischen Supermarkt in Paris erschossen haben soll, stand einem Medienbericht zufolge auch auf einer US-Überwachungsliste.

Amedy Coulibaly - Foto: LaPresse/MaxPPP/PHOTOPQR/LE PARISIEN
Amedy Coulibaly - Foto: LaPresse/MaxPPP/PHOTOPQR/LE PARISIEN

Der Sender CNN berichtete am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf einen US-Vertreter, dass Coulibalys Name seit „einer Weile“ in einer Datenbank mit potenziellen Extremisten geführt worden sei. Demnach handelt sich um die Tide-Liste (Terrorist Identities Datamart Environment). Sie enthält rund eine Million Namen.

Coulibaly soll außer den vier jüdischen Kunden des Supermarkts am Tag zuvor auch eine Polizistin getötet haben. Er soll zudem Verbindungen zu den Brüdern Cherif und Said Kouachi gehabt haben, die für den Terroranschlag auf die französische Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ am vergangenen Mittwoch mit zwölf Toten verantwortlich gemacht werden.

Auch die Kouachi-Brüder standen nach Angaben aus Washington auf US-Terrorlisten. Sie wurden wie Coulibaly am Freitag bei Polizeieinsätzen getötet.

apa/afp

stol