Donnerstag, 14. Juni 2018

Geistliches Konzert in der Pfarrkirche St. Zeno Naturns

Festliche Barockmusik mit dem Orchester der Meraner Musikfreunde und dem Kirchenchor St. Zeno Naturns.

Konzert in Naturns.
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Konzert in Naturns.

Das Orchester der Musikfreunde Meran und der Kirchenchor St. Zeno Naturns gaben kürzlich in der Pfarrkirche von Naturns ein beeindruckendes Geistliches Konzert. Die Besucher waren sehr zahlreich erschienen, sie füllten das Kirchenschiff bis auf den letzten Platz.

Der Kirchenchor der Marktgemeinde hat sich in seiner langjährigen Tätigkeit immer wieder Partner gesucht, um Abwechslung und Vielfalt in die Chorarbeit zu bringen. So gab es bereits in den Siebziger-Jahren des letzten Jahrhunderts eine intensive Zusammenarbeit mit dem Orchester der Meraner Musikfreunde. Mehr als zwei Dutzend Kirchenkonzerte und Operettenabende wurden damals gemeinsam gegeben. Dirigent Michael Hillebrand und Chorleiter Josef Pircher hatten letzthin für Naturns ein wunderschönes Programm einstudiert, das sich vor allem der Klangpracht des Barock verschrieben hatte.

Das Orchester eröffnete den Abend mit der Abdelazer Suite von Henry Purcell, der die Suite Nr. 3 von G.F. Händel folgte. Die jugendlichen Streicher musizierten freudig und frisch und zeichneten sich durch eine saubere Intonation aus. Mit der marianischen Antiphon „Regina coeli, laetare“ von Johann Valentin Rathgeber leiteten Orchester und Chor zum 2. Teil über. Der Mariengesang besticht durch seine schwingende Liedmelodie und den krönenden Alleluja-Ruf. Die zwei kurzen Liedmotetten des Süddeutschen Komponisten Johann Kaspar Aiblinger sind im wahrsten Sinn Wiederentdeckungen von guter liturgischer Festtagsmusik. Bei dem Klassiker „Du bist’s, dem Ruhm u. Ehre gebühret“ verschmolzen Sänger und Musiker zu einer imposanten Klangfülle, die jeden Zuhörer zu beglücken vermag.

Die Festtagsmotette „Cantate Domino“ von Herbert Paulmichl – übrigens ein Geschenk an den Naturnser Chorleiter – ist aus anderem Holz, mischt sich aber gut mit den barocken Harmonien. Das Stück ist den Ausführenden spürbar auf dem Leib geschrieben und wird mit Begeisterung vorgetragen. Mit Händels prächtigem Chor „Dank sei dir, Herr“ klang der schöne und gelungene Konzertabend aus. Den Ausführenden, unterstützt vom makellosen Spiel des Solo-Trompeters Michael Hanny, gelang nochmals eine Steigerung, sodass der Schlusspunkt zum Höhepunkt wurde. Das begeisterte Publikum erklatschte sich immerhin noch zwei händelsche Zugaben.

J.P.

stol