Freitag, 02. März 2018

Generationenwechsel bei SEAB

Im Laufe des Jahres 2018 werden bei SEAB mehr als ein Dutzend Mitarbeiter in Pension gehen. Einige dieser Mitarbeiter sind seit mehreren Jahrzehnten in Ihrem Bereich tätig, wie etwa Adelwerd Pichler und Jakob Trocker, Koordinatoren der Umweltdienste, die Ende Februar in Pension gegangen sind.

Im Laufe des Jahres 2018 werden bei SEAB mehr als ein Dutzend Mitarbeiter in Pension gehen. - Foto: SEAB
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Im Laufe des Jahres 2018 werden bei SEAB mehr als ein Dutzend Mitarbeiter in Pension gehen. - Foto: SEAB

Jakob und Adelwerd arbeiteten seit Anfang der 80er Jahre bei den Umweltdiensten von Bozen. Damals wurden diese noch direkt von der Gemeinde geführt. Der Müllabfuhrdienst war damals ganz anders als heute. Es gab keine Mülltrennung und keinen Recyclinghof. Auf den Straßen standen Mülltonnen aus Metall während in der Altstadt in jedem Hauseingang ein großer Müllkorb aus Eisen stand. Auch das Kehren der Straßen war komplett manuell, die ersten Straßenputzmaschinen wurden erst in den 90er Jahren angekauft.

Damals war es auch üblich, dass Privatpersonen oder Vereine Wertstoffe sammelten und verkauften; das galt besonders für Papier, Metalle und Karton. Erst gegen Ende der 90er Jahre wurden dann die verschiedenen Wertstoffsammlungen von der öffentlichen Hand organisiert und entsprechende Tonnen und Sammelglocken aufgestellt. Der Abfall wurde damals auf den Kaiserberg gefahren und später dann in die alte Müllverbrennungsanlage.

Andere Zeiten

Aber zurück zu unseren Vorarbeitern Adelwerd und Jakob: Adelwerd hat als Auflader begonnen, während Jakob anfangs als Fahrer gearbeitet hat. 1994 wurde Jakob, 1996 Adelwerd als Koordinator ernannt. Als Koordinator war ihre Hauptaufgabe die Organisation der Mannschaften und die Einteilung der Mitarbeiter. Damals gab es noch keine Handys: die beiden kommunizierten über Funk mit den Mitarbeitern im Büro und mit den Fahrern. Auf diese Art konnten Pannen bei den Fahrzeugen oder gemeldet, aber auch kurzfristige Eingriffe oder Dienständerungen mitgeteilt werden.

Es gab damals auch noch keine automatische Erfassung der Arbeitszeit, darum mussten alle Fahrer und Auflader bei Dienstbeginn und Dienstende auf einem Register unterschreiben, das dann von den beiden Koordinatoren kontrolliert wurde. Alles wurde manuell und auf Papier verzeichnet, informatisiert wurde das ganze System erst als SEAB die Umweltdienste im Jahr 2001 von der Gemeinde übernommen hat.

Änderungen hautnah miterlebt

Adelwerd und Jakob haben jede Änderung der Müllabfuhr in Bozen hautnah miterlebt: der Beginn der abendlichen Kartonsammlung in den 90er Jahren, dann die Einführung der verschiedenen Wertstoffsammlungen mit Straßenglocken, die Sammlung von Sperrmüll und Eisen – damals war es noch erlaubt Möbelstücke neben den Tonnen abzustellen. Später dann die Einführung der Biomüllsammlung und dann die letzte große Revolution: die Restmüllsammlung mit Gemeinschaftstonnen, die für alle Mitarbeiter der Müllabfuhr große Umgestaltungen bei ihrer Arbeit herbeigeführt hat, wenn man bedenkt dass nur die Anzahl der Restmülltonnen von knapp 2500 auf über 16.000 gestiegen ist.

Wichtig ist ein gutes Verhältnis zu den Mitarbeitern

Wenn man die Beiden fragt, was das wichtigste bei Ihrer Arbeit als Koordinator war, dann betonen sie, dass es wichtig ist ein gutes Verhältnis zu den Mitarbeitern zu pflegen. Ein korrekter und respektvoller Umgang, ohne Überheblichkeit ist grundlegend, um zusammen mit der eigenen Mannschaft eine tolle Arbeit leisten zu können und auch Schwierigkeiten zu bewältigen, denn so wie man in den Wald ruft, schallt es zurück.“

Und was war das Highlight in eurer Karriere? „Das Alpini-Fest! Das war sicher das größte und arbeitsintensivste Event, das in Bozen jemals organisiert wurde. Es war eine überwältigende Erfahrung, auf die wir wirklich stolz sein können, weil alle Dienste während dieser außerordentlichen Tage gut gelungen sind.“

stol

stol