Mittwoch, 11. Mai 2016

Gentiloni : „Österreich hat politische Schwierigkeiten“

Italien hofft, dass die österreichische Regierung nach der Präsidentschaftswahl am 22. Mai ihre Pläne zum Grenzmanagement am Brenner überdenken wird.

Paolo Gentiloni
Paolo Gentiloni - Foto: © LaPresse

„Österreich hat interne politische Schwierigkeiten, die auf den Erfolg der FPÖ beim ersten Wahlgang zurückzuführen sind“, meinte Italiens Außenminister Paolo Gentiloni.

„Österreich und Italien arbeiten zusammen, um die Grenzschließung abzuwenden. Die Zusammenarbeit funktioniert auch zwischen Polizeisystemen“, so Gentiloni nach Medienangaben von Mittwoch.

Über die Entwicklungen in Österreich zeigte sich auch der Chef der Bank Austria-Mutter UniCredit, Federico Ghizzoni, besorgt. „Man muss begreifen, welches Programm die neue österreichische Regierung haben wird. Besorgniserregend ist die Tatsache, dass antieuropäische Bewegungen entstehen, und das ist ein Problem, das man in Angriff nehmen muss“, kommentierte Ghizzoni.

„Dieses Europa hat zehn Jahre Stabilität und Wachstum garantiert. Ich hoffe, dass es sich um eine vorübergehende Phase handelt. Nationalistische Tendenzen könnten uns um Jahrzehnte zurückversetzen“, kommentierte Ghizzoni.

apa

stol