Donnerstag, 17. Mai 2018

Gentiloni warnt vor Folgen einer europakritischen Regierung in Rom

Der geschäftsführend amtierende italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni hat am Donnerstag vor der Gefahr einer europakritischen Regierung in seinem Land gewarnt. „Sollte Italien von der Fahrbahn abkommen, so würden die italienischen Bürger und nicht die Euro-Bürokraten die Folgen davon zu tragen haben“, so Gentiloni am Rande des EU-Gipfeltreffens in Sofia am Donnerstag.

Ministerpräsident Gentiloni hat am Donnerstag vor der Gefahr einer europakritischen Regierung in seinem Land gewarnt.
Ministerpräsident Gentiloni hat am Donnerstag vor der Gefahr einer europakritischen Regierung in seinem Land gewarnt. - Foto: © APA/AFP

„Italien hat in diesen letzten 5 Jahren an Glaubwürdigkeit und Solidität zurückgewonnen. Wir werden als glaubwürdiges Land betrachtet“, sagte Gentiloni nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. Er betonte, dass das Thema der politischen Entwicklungen in Rom beim EU-Gipfel angesprochen worden sei. Die EU sei wegen der Beschlüsse einer möglichen populistischen Regierung in den Bereichen Außenpolitik, Staatsschulden und Migration besorgt.

Der Movimento 5 Stelle bekräftigte unterdessen, dass der Koalitionsvertrag, den sie mit der rechten Lega ausgehandelt habe, keinerlei Schritte für einen italienischen Austritt aus der Eurozone enthalte. „Wir stellen die Währungsunion nicht infrage“, versicherte der 5-Stelle-Fraktionschef im Senat, Danilo Toninelli.

Der italienische Wirtschaftsexperte Carlo Cottarelli warnte vor einem Anstieg der italienischen Staatsschuld, sollte eine populistische Regierung wieder die öffentlichen Ausgaben erhöhen. Das Programm der beiden europakritischen Parteien könne für Italien sehr kostspielig werden.

apa 

stol