Samstag, 14. April 2018

Gentiloni zu Syrien: Angriff darf nicht Beginn einer Eskalation sein

Nach dem Angriff der USA, Frankreichs und Großbritanniens auf Syrien hat Italiens geschäftsführender Regierungschef Paolo Gentiloni vor einer Eskalation gewarnt. „Die Aktion dieser Nacht war eine begrenzte Aktion, die darauf abzielte, die Kapazitäten zur Produktion und Verbreitung von chemischen Waffen zu treffen. Sie kann und darf nicht der Beginn einer Eskalation sein“, sagte Gentiloni am Samstag in Rom.

Gentiloni sieht die Militäraktion in Syrien als Alarmsignal.
Gentiloni sieht die Militäraktion in Syrien als Alarmsignal. - Foto: © LaPresse

Italien habe in den sieben Jahren des Syrien-Krieges stets betont, dass der Konflikt nicht mit dem Einsatz von Gewalt gelöst werden könne, und dass es eine „gefährliche Illusion“ sei anzunehmen, den „Diktator“ Baschar al-Assad mit Gewalt aus dem Amt drängen zu können.

Gentiloni sagte, die jetzt erfolgte begrenzte Militäraktion könne ein „weiteres Alarmsignal, ein Ansporn, ein Antrieb“ sein, um den Dialog und die Diplomatie wieder ins Zentrum für eine Stabilisierung Syriens zu rücken.

Die USA, Großbritannien und Frankreich hatten in der Nacht zum Samstag Ziele in Syrien mit Marschflugkörpern angegriffen. Der Militärschlag wurde als Vergeltung für den syrischen Einsatz von Chemiewaffen bezeichent, für den der Westen die Regierung von Präsident Assad verantwortlich macht und bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen.

dpa

stol