Montag, 25. Mai 2015

Georgien strebt weiter in Richtung EU

Trotz Kritik aus Russland will die Südkaukasusrepublik Georgien ihre Annäherung an die Europäische Union vorantreiben.

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„Wir wollen uns Europa anschließen“, sagte der georgische Europaminister David Bakradse der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Regierungschef Irakli Garibaschwili hatte nach dem EU-Ostgipfel in Riga am Freitag mitgeteilt, das Treffen habe gezeigt, dass Europa hinter den östlichen Partnern stehe.

Georgien strebt ebenso wie die Ukraine einen Beitritt zur EU und zur Nato an. Die Annäherung der sechs östlichen Partnerschaftsländer – Ukraine, Weißrussland, Moldau, Armenien, Aserbaidschan und Georgien – an die EU hat einen Streit zwischen Moskau und Brüssel ausgelöst. Russland sieht die früheren Sowjetrepubliken als Teil seiner Einflusssphäre.

Georgien wolle weiter die Aufhebung der Visapflicht erreichen, sagte Bakradse. Die EU hatte dieser Hoffnung beim Gipfel in der lettischen Hauptstadt Riga einen Dämpfer erteilt und zunächst Reformen bis Ende 2015 gefordert.

Sein Land habe diesbezüglich schon große Fortschritte gemacht, meinte der Staatsminister. Bis zum Herbst sollten die Reformen umgesetzt sein, kündigte er an.

dpa

stol