Mittwoch, 24. Mai 2017

Gerettete Flüchtlinge berichten von neuem Bootsunglück

Vor der libyschen Küste sind nach Berichten von Flüchtlingen dutzende Menschen vermutlich ertrunken.

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Archivbild - Foto: © APA/AFP

Wie das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag mitteilten, berichteten gerettete Flüchtlinge, dass sie während ihrer Mittelmeer-Überfahrt am Freitag ein fast gesunkenes Boot entdeckt hätten, an das sich vier Männer geklammert hätten.

Frauen und Kinder sollen ertrunken sein

Diese vier Nigerianer hätten erzählt, sie seien in einem Boot mit 156 anderen Menschen von Tripolis aus gestartet, darunter viele Frauen und Kinder, die alle ertrunken seien, nachdem ihr Schlauchboot die Luft verloren hatte.

Das Boot mit Flüchtlingen, darunter die vier Nigerianer, war Freitagabend von der italienischen Küstenwache gerettet worden, die insgesamt 952 Menschen an Land brachte.

Weder das UNHCR noch die IOM konnten direkt mit den vier Nigerianern sprechen, die nun nur noch schwer ausfindig zu machen sein dürften. In Italien werden neu angekommene Flüchtlinge sofort in Busse gesetzt, die sie in Aufnahmezentren im ganzen Land bringen.

Die italienische Küstenwache teilte am Dienstag mit, sie habe die Rettung von etwa 1.000 Flüchtlingen koordiniert, die von Organisationen wie SOS Mediterranee und der deutschen Hilfsorganisation Jugend Rettet aufgenommen worden seien (STOL hat berichtet).

apa/afp

stol