Montag, 29. Januar 2018

Gesellschaft für bedrohte Völker fordert Stopp türkischer Offensive

Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat ein Ende der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien gefordert.

Die Gesellschaft für berohte Völker fordert ein Ende der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien.
Die Gesellschaft für berohte Völker fordert ein Ende der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien.

Die Nichtregierungsorganisation rief NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag auf, eine Sitzung des Nordatlantikrats einzuberufen und sofort Maßnahmen zu beschließen, den „Krieg des Nato-Partners Türkei gegen die nordsyrische Enklave Afrin“ zu beenden.

Dort seien besonders Angehörige der kurdisch-jesidischen Religionsgemeinschaft in höchster Gefahr. Ihre Dörfer würden von der Terrormiliz IS angegriffen und von der türkischen Luftwaffe bombardiert. „Die NATO darf nicht tatenlos zusehen, wie einer ihrer Mitgliedsstaaten das Völkerrecht bricht und friedliche Regionen in einem Nachbarstaat mit modernsten Waffen angreift“, heißt es in dem Schreiben der Menschenrechtsorganisation.

Die Türkei hatte die Offensive gegen die YPG in Afrin mit Unterstützung der Freien Syrischen Armee (FSA) am 20. Januar begonnen. Für Ankara ist die YPG der verlängerte Arm der kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit eine Terrororganisation.

dpa

stol