Donnerstag, 22. Februar 2018

„Gestern noch miteinander gespielt, heute ist mein Freund tot“

Muhammad Najem ist 15 Jahre alt und wie viele Jugendliche in seinem Alter tummelt er sich gerne in sozialen Netzwerken herum. Und doch ist er anders als seine Altersgenossen: Der 15-Jährige lebt in Ost-Ghuta in Syrien und dokumentiert die Bombardierungen und Notstände in seiner Heimat.

Der junge Syrer erzählt auf herzzerreißende Weise sein Schicksal. - Foto: twitter/muhammad najem
Der junge Syrer erzählt auf herzzerreißende Weise sein Schicksal. - Foto: twitter/muhammad najem

Es sind Video- und Bildaufnahmen, die erschüttern: Der Jugendliche steht vor einer Kulisse der Zerstörung, Bombenrauch qualmt im Hintergrund.

„Was ist das für eine Welt, die es zwar schafft, Maschinen auf den Mars zu fliegen, aber nichts dagegen tun kann, dass sich Menschen gegenseitig töten?“

Auf seinem Twitterkanal dokumentiert Muhammad sein Leben im Krieg. Es gibt Tage der Hoffnung, an denen er einem normalen Alltag nachgeht und hofft, dass der Krieg bald endet.

Andere Tage wiederum erfüllen ihn vor Wut. Wut über eine verlorene Kindheit oder über das Fehlen von Grundbedürfnissen wie Lebensmittel. Seine Schule, wie man sieht, wurde dem Erdboden gleichgemacht.  

Schicksalsschläge wie der Tod eines Freundes zeigt er schonungslos auf. Immer wieder verdeutlicht der mutige Junge den Wunsch nach dauerhaftem Weltfrieden und Sicherheit.

stol/ape

stol