Montag, 17. Februar 2020

Gesünder leben durch „Mittelmeerkost“: Die VZS informiert

Die sogenannte „Mittelmeerkost“ soll besonders gesund sein und die Lebenserwartung verlängern. Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) informiert, was es damit auf sich hat.

Die vielseitige und ausgewogene Mittelmeerkost soll Krebs vorbeugen und die Lebenserwartung erhöhen.
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Die vielseitige und ausgewogene Mittelmeerkost soll Krebs vorbeugen und die Lebenserwartung erhöhen. - Foto: © Shutterstock
In den 1950er Jahren genoss die Bevölkerung von Kreta im Vergleich mit den USA und anderen Ländern Europas die längste Lebenserwartung und litt weniger oft an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wissenschaftler der so genannten 7-Länder-Studie führten dies auf die traditionellen Ernährungsgewohnheiten im Mittelmeerraum zurück und prägten dafür den Begriff der „mediterranen Ernährung“ oder „Mittelmeerkost“.

Typische Zutaten der traditionellen mediterranen Küche seien laut der VZS Gemüse und Obst der Saison – ein Teil davon unerhitzt als Frischkost –, Getreideprodukte (wie Brot, Teigwaren und Reis), Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen, Seefisch, Olivenöl als wichtigster Fettlieferant sowie frische und getrocknete Kräuter.

Dazu kämen in Maßen Milchprodukte (wie Mozzarella, Pecorino usw.), Eier, Geflügelfleisch und ein Glas Rotwein zu den Mahlzeiten. Seltener auf den Tisch sollten hingegen Wurstwaren und rotes Fleisch (von Rind, Schwein, Lamm usw.) kommen.

„Die heutige Ernährungsweise in den Mittelmeerländern entspricht leider nur mehr teilweise der traditionellen Kost – denn auch dort haben Fast Food und stark verarbeitete Produkte längst Einzug gehalten“, so die VZS.

Vielseitige und ausgewogene Kost

„Die traditionelle mediterrane Ernährung ist eine ausgewogene und sehr vielseitige Kost“, lobt Silke Raffeiner, Ernährungsexpertin der VZS.

Des Weiteren erklärt Raffeiner: „Gemüse und Obst versorgen den Körper mit sekundären Pflanzenstoffen (z.B. Carotinoide), welche eine schützende Wirkung gegenüber vielen Erkrankungen haben. Gemüse, Getreideprodukte und Hülsenfrüchte liefern Vitamine, Mineralstoffe und nicht zuletzt Ballaststoffe, welche sich positiv auf den Kohlenhydratstoffwechsel auswirken.“

Dank Olivenöl und Seefisch enthalte die mediterrane Ernährung ein günstiges Fettsäuremuster mit einem hohen Anteil an einfach ungesättigten und Omega-3-Fettsäuren und zugleich wenig Cholesterin.

Das wirke sich positiv auf die Blutfettwerte und sogar auf Entzündungen aus. Es überrascht daher nicht, dass die Mittelmeerkost offenbar auch vor Diabetes mellitus und Krebs schützen soll.

Durch den Umstieg auf die mediterrane Ernährung könne der VZS zufolge der Blutdruck und die Blutfettwerte reduziert werden, Patienten mit metabolischem Syndrom und nach einem Herzinfarkt wird ein Umstieg zum Teil empfohlen.

Zu guter Letzt schmeckt die Mittelmeerkost auch noch gut und ist leicht zuzubereiten. 2013 wurde sie von der UNESCO in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen.

stol