Ein Schlafforscher klärt auf und verrät, wie Sie mit Dauermüdigkeit abrechnen und Ihre Nächte erholsamer werden. <BR /><BR />Obwohl Forscher empfehlen, 7 bis 8 Stunden pro Nacht zu schlafen, trifft das längst nicht auf alle zu. Dass es mit 8 Stunden Schlaf nicht gleich für jede und jeden getan ist, liegt an unseren Genen. Manche mögen sich nach 6 Stunden Schlaf putzmunter fühlen, während andere erst nach 9 Stunden wirklich fit sind. Wer sich also nach den empfohlenen 8 Stunden Schlaf noch immer bettreif fühlt, der braucht vielleicht einfach mehr Zeit, um sich auszuruhen- oder vielleicht sogar weniger.<BR /><BR />„7 bis 8 Stunden sind für etwa 80 Prozent der Bevölkerung eine optimale Schlafdauer“, erklärt Schlafforscher Thomas Penzel. Für 5 bis 10 Prozent gelte aber, dass sie entweder weniger oder mehr Schlaf bräuchten, erklärt der Schlafforscher in einem „FOCUS online“ Artikel. Wie Sie herausfinden, zu welcher Gruppe Sie gehören und so mehr Erholung finden, klären wir im Text weiter unten.<h3> Äußere Ursachen für Müdigkeit:</h3>Dass wir uns nach einer Nacht nicht erholt fühlen, muss nicht unbedingt an der Zeit liegen, die wir geschlafen haben. Oft wurde lange genug geschlafen, nur war der Schlaf nicht erholsam. <b>Sorgen, Stress</b> aber auch <b>Licht und Lärm</b> können äußerer Ursachen dafür sein. Zum Beispiel kennen es frischgebackene Eltern nur zu gut, wie erschöpft man sich fühlt, wenn man nachts mehrmals geweckt wurde.<h3> Körperliche Ursachen:</h3>Neben den äußeren Ursachen können aber auch innere Ursachen dazu führen, dass wir schlechter ruhen: Eine Ein- und Durchschlafstörung oder sogenannte Schlafapnoe, die Atembeschwerden wie stockende oder sehr flache Atmung verursacht, können unseren Schlaf stören. Auch das Restless-Legs-Syndrom, bei dem Betroffene besonders bei Regungslosigkeit unter Missempfindungen und starkem Bewegungsdrang leiden, kann uns um unseren Schlaf bringen.<h3> Mängel als Ursache:</h3>Laut Penzel können neben inneren und äußeren Ursachen auch Erkrankungen wie Diabetes, Krebs, Alzheimer oder eine einfache Erkältung hinter der Müdigkeit stecken. Denn wer davon betroffen ist, braucht häufig mehr Schlaf. <h3> Weiter Ursachen für Dauermüdigkeit:</h3>Eine Fehlfunktion der Schilddrüse<BR />Zu wenig Bewegung<BR />Vitamin D-Mangel<BR />Eisenmangel<BR />Vitamin B12-Mangel<BR />Medikamente wie Antiallergika<BR />Zu wenig Flüssigkeit<BR /><BR />Wer hingegen um die Mittagszeit immer wieder etwas müder wird, für den besteht kein Grund zur Sorge: Das ist ganz normal.<h3> Was gegen ständige Müdigkeit hilft</h3>Wer aber trotz ausreichend Schlaf mit anhaltender Müdigkeit und Trägheit zu kämpfen hat, kann zunächst versuchen, das Problem selbst in die Hand zu nehmen. <b>Ausreichend Bewegung</b> und die <b>richtige Ernährung</b> seien laut dem Schlafforscher wichtig für erholsame Nächte und erste Bausteine, die für jeden selbst umsetzbar sind. <b>In den Abendstunden</b><b>nicht zu schwer zu essen</b> und, wenn möglich, die letzte größere Mahlzeit mindestens 2 Stunden vor dem Schlafen zu sich zu nehmen zum Beispiel.<BR /><BR />Aber auch ein „Powernap“ am Nachmittag könne laut Schlafforscher Abhilfe schaffen: „Der sollte allerdings nicht länger als 30 Minuten dauern.“ Ansonsten kann die Müdigkeit ausbleiben, wenn es dann wirklich Zeit fürs Bett wird.<h3> Die innere Uhr „umprogrammieren“</h3>Wenn man sich bereits wenige Stunden nach dem Start in den Tag wieder nach dem Bett sehnt, kann es auch helfen, die innere Uhr „umzuprogrammieren“: „Hilfreich ist es, <b>früher das Licht herunter zu regeln,</b> am <b>Abend keinen Sport</b> mehr zu treiben und sich vor dem Gang ins Schlafzimmer zu entspannen.“ Aber auch regelmäßige Schlafenszeiten können uns dabei helfen, nachts mehr Erholung zu finden. Sehr spannende Filme am Abend oder wachmachende Substanzen wie Kaffee sind hingegen kontraproduktiv.<h3> So finden Sie heraus, wie viel Schlaf Sie brauchen</h3> Laut dem Psychologen und Schlafforscher Hans-Günther Weeß kann ein längerer Urlaub uns dabei helfen, herauszufinden, wie viel Schlaf wir wirklich brauchen. Dafür stellt man sich am besten über 2 Wochen keinen Wecker und beobachten in der zweiten Woche, nach wie vielen Stunden Schlaf man aufwacht. Hier gilt es besonders die Ergebnisse der zweiten Woche zu beachten, da wir aufgrund von Erschöpfung in der ersten Woche eventuell mehr Ruhe benötigen könnten und deshalb unter Umständen länger schlafen.<BR /><BR />Sollte keiner dieser Tipps helfen, ist es ratsam, einen Hausarzt oder Schlafmediziner zu Rate zu ziehen.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />