Tommaso Sleiter war fast 5 Jahre lang der Direktor von 3 Seniorenwohnheimen im Eggental. In diese Jahre fiel auch die Coronapandemie, die eine große Herausforderung für die Heimleitung, für die alten Menschen und deren Angehörige darstellte. Darüber und über seine Sicht auf die Altenversorgung in Südtirol spricht er im Interview.<BR /><BR /><b>Herr Sleiter, sie waren fast 5 Jahre Direktor dreier Seniorenheime, des Eggentals. Wie blicken sie auf dies Zeit zurück und was waren rückblickend ihre größten Erfolge als Leiter dieser Einrichtungen?</b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Tommaso Sleiter: Anfangs war es sehr schwer für mich, da 3 Seniorenwohnheime unter einem Träger der Peter-Paul-Schrott-Stiftung in 3 verschiedene Ortschaften zu führen waren. Diese waren alle etwas anders gewohnt. Welschnofen und Steinegg waren bis zum Jahr 2015 gemeindegeführte Häuser und dieser Umstand bleibt immer noch eine große Herausforderung. Größte Erfolge waren eine wohnortnahe, qualitativ hohe Pflege für Senioren, ein gutes Team in der Pflege und allgemeine Dienste und Verwaltung, eine hohe Kundenfreundlichkeit, die von allen Mitarbeiterinnen garantiert wird. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="865730_image" /></div> <BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz><b>Wie schwierig war die Zeit während der Coronakrise?</b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Sleiter: Es war eine schwierige Zeit für mich und meine Mitarbeiter und auch für die Angehörigen der Bewohner in den Heimen. Ich hoffe ganz stark, dass eine solche Zeit uns nie wieder einholen wird. Auf der anderen Seite hat uns diese schwierige Corona-Zeit aber auch gezeigt, dass wir ein gutes Team waren, ansonsten hätten wir viele Herausforderungen nie geschafft.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="865733_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz><b>Welche neue berufliche Herausforderung wollen Sie annehmen?</b><BR />Sleiter: Ich wollte in diesem Sektor bleiben, weil dort ja meine Kompetenzen bestehen. Ich werde nach Deutschland ziehen, wo mir im Organisationsmanagement eine tolle Herausforderung angeboten wurde. Ich werde mich sozusagen für das organisatorische Innenleben von 5 zu bauenden Seniorenwohnheimen in der Größe mit zirka 48 bis 52 Betten kümmern, angefangen beim Personalrecruiting bis hin zum Qualitätsmanagement.<BR /><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz><b>Nach Ihrer Erfahrung in Südtiroler Seniorenheimen: Was wäre in Südtirols Altenbetreuung laut Ihnen grundsätzlich zu verbessern?</b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Sleiter: Ich glaube, Südtirol hat und tut sehr viel für die stationäre Altenbetreuung. Angefangen von der planungssicheren finanziellen Unterstützung des Landes für die Seniorenwohnheime bis hin zu einer kontrollierten Bettenaufstockung aufgrund der zunehmenden älteren Bevölkerung durch die Anwendung genauer Berechnungsschlüssel und Maßnahmen wie der Akkreditierung. Ein anderes Anliegen für meine Kollegen, die tagtäglich immer nur das Beste für unsere Senioren geben, dass sich endlich ein Arbeitsverhältnis bekommen, das auf Kontinuität ausgerichtet ist und nicht immer wieder bei einem zu Ende gehenden Verwaltungsrat in Frage gestellt wird.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="865736_image" /></div>