<b>Von Elmar Teutsch</b><BR /><BR />Beruflich die letzten Projekte abschließen, die Jahresplanung für 2025 vorbereiten, die Weihnachtsfeier organisieren – und privat noch Geschenke besorgen, Plätzchen backen, das Haus dekorieren und irgendwie festliche Stimmung heraufbeschwören. Bevor im Büro herumgeschrien wird und zu Hause die Teller fliegen, halten Sie jetzt kurz inne!<h3> Denken und auswählen</h3>Mit kühlem Nachdenken und mutigem Streichen kann diese Zeit eine Gelegenheit zur Reflexion werden – und nicht zur Selbstüberforderung. Stellen Sie sich die nächsten Wochen wie eine überladene Kiste vor: zu schwer, um sie bequem zu tragen, und vollgestopft mit Dingen, die Sie vielleicht gar nicht alle brauchen. Also, Kiste auf<BR />– und mal reinschauen, was da wirklich hineingehört.<BR /><BR />Der Schlüssel zur Gelassenheit liegt in der bewussten Auswahl.<BR />Klar: Das ist leichter gesagt als getan, auch beruflich drängen Deadlines und Erwartungen. Ein Grund mehr, innezuhalten. Muss das Jahresabschlussmeeting wirklich noch zwischen zwei andere Termine gequetscht werden? Kann die Präsentation für den Vorstand statt mittels PowerPoint auch einfach ein gut durchdachtes Gespräch sein? Meist sind wir es selbst, die die Latte höher legen als nötig. Muss alles „perfekt“ sein oder ist „gut“ gut genug? Und wie halten wir es mit dem Zauberwort Delegation? Kollegen oder Teammitglieder können sehr wohl Verantwortung übernehmen – und die Ergebnisse sind meist genauso gut, wenn nicht besser, als wenn wir alles selbst machen.<h3> Fatale Erwartungen</h3>Die Adventszeit droht gerne, uns mit überzogenen Erwartungen zu erschlagen. Wer hat gesagt, dass es eine völlig neue Weihnachtsdeko sein muss? Oder dass selbst gebastelte Adventskalender Pflicht sind? Die Instagram-Welt mag uns das glauben machen, aber Reflexion entsteht nicht aus Perfektion, sondern aus Momenten. Und die kommen selten, wenn man zwischen Backofen und Geschenkpapier hechelt. <BR /><BR />Fragen Sie sich: Was tut mir wirklich gut? Und was tut den Menschen gut, die mir wichtig sind? Ruhe, Zeit und Aufmerksamkeit sind oft die besten Geschenke – und sie kosten nichts, außer ein bisschen Mut, die Erwartungen anderer höflich zu ignorieren. Es ist erstaunlich, wie befreiend es sein kann zu sagen: „Dieses Jahr machen wir es anders.“ Plötzlich bleibt Zeit für das, was wirklich zählt – sei es ein gemeinsamer Abend mit Freunden, ein Spa<?TrVer> ziergang durch den verschneiten Wald oder einfach mal wieder früh ins Bett gehen.<BR /><BR /><h3> Organisieren statt rotieren</h3>Beruflich wie privat lohnt es sich, To-do-Listen nicht als ewige Mahnliste zu sehen, sondern als Werkzeug der Befreiung. Statt zehn Dinge gleichzeitig halbherzig anzugehen, lieber drei wichtige Aufgaben wirklich erledigen – und den Rest bewusst verschieben. Prioritäten zu setzen, ist nicht Schwäche, sondern Stärke und Souveränität. Dabei helfen feste Zeitblöcke: Wer am Vormittag konzentriert arbeitet und sich am Nachmittag bewusst Zeit für private Erledigungen nimmt, kommt schneller und entspannter ans Ziel. Daher auch weg mit der ständigen Erreichbarkeit: Wer permanent auf E-Mails, Anrufe und WhatsApp-Nachrichten reagiert, hat kaum noch Raum für eigene Gedanken – geschweige denn für Ruhe. Das gilt auch für die sozialen Medien, die uns mit scheinbar perfekten Weihnachtswelten berieseln. Offline sein kann das beste Geschenk sein, das wir uns selbst machen.<h3> Ausatmen statt rennen</h3>Diese Zeit vor Weihnachten muss keine ultimative Leistungsschau sein. Weniger ist meist mehr, und die schönsten Erinnerungen entstehen, wenn wir nicht alles perfekt machen wollen. Vielleicht ist es gerade der schiefe Tannenbaum, der <?Uni SchriftWeite="96ru"> dieses Jahr zur besten Geschichte wird.<?_Uni> Oder das Chaos in der <?Uni SchriftWeite="97ru"> Kü<?TrVer> che, als die Kekse verbrannten<?_Uni> und alle darüber lachten.<BR /><BR />Also: Atmen Sie tief durch, lehnen Sie sich zurück und überlegen Sie in Ruhe, welche Kiste Sie tragen möchten und was einfach draußen bleiben kann. Weihnachten wird kommen – egal, wie viel (oder wenig) Sie tun. Und das Beste daran? Es wird trotzdem schön – wenn Sie es zulassen.<BR /><BR />26 kleine Möglichkeiten, kurz innezuhalten, finden Sie zum Beispiel mit dem Suchbefehl „Weihnachtskarte“ – jetzt auf <?Uni SchriftWeite="93ru"> www.telos-training.com abrufbar.<?_Uni>