Mittwoch, 15. April 2020

Ausgangssperre: Gesundheit fördern – Strahlenbelastung minimieren

Arbeitnehmende, Lernende, Studierende und Kinder bleiben in den nächsten Wochen weiter zuhause, um sich vor dem Coronavirus zu schützen – zugleich sind sie aber Risiken für ihre Immunabwehr ausgesetzt, wenn sie Wohnraum und Home Office zur Strahlenfalle machen. Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) rät daher das Zuhause so strahlungsarm wie möglich einzurichten.

Die VZS gibt Tipps, damit das Home-Office nicht zur Strahlenfalle wird.
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Die VZS gibt Tipps, damit das Home-Office nicht zur Strahlenfalle wird. - Foto: © APA (Symbolbild/AFP) / ISSOUF SANOGO
Schon vor dem Coronavirus fanden 80% der mobilen Kommunikation in Innenräumen statt. Vielerorts könnten es nun 100% sein. Dabei ist bekannt, dass Funkstrahlung Körperzellen unter Stress setzt. Und je schlechter die Verbindung zur Antenne ist, desto stärker strahlt das Smartphone.

„Die Folge sind nicht nur Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Vor allem schwächt der Elektrosmog auch das Immunsystem – ausgerechnet jetzt, wo eine gute Immunabwehr besonders wichtig ist. Kinder sollten besonders geschützt werden, da ihr Körper im Wachstum noch anfälliger auf Strahlung ist“, informiert die VZS.

Tipps für ein strahlungsarmes Heim


Zur Minimierung der Strahlenbelastung hilft oft schon eine Anpassung des Nutzerverhaltens. Allenfalls müssen im Versandhandel gewisse Hilfsmittel besorgt werden.

Hier sind die wichtigsten Tipps der VZS:

-Für zahlreiche und lange Gespräche sollte möglichst nicht das Smartphone, sondern das Festnetz genutzt werden. Wer die Einrichtung dazu hat, könne auch per Kabel über den Computer telefonieren. Das Schnurlos-Telefon sollte nur für gelegentliche, kurze Gespräche benutzt werden; es strahlt nämlich so stark wie das Handy, manchmal sogar noch stärker.

- Den Computer sollte nicht per WLAN mit dem Internet verbunden, sondern mit einem Ethernet-Kabel an den Router angeschlossen werden (LAN). Dabei nicht vergessen, die drahtlose Netzwerkverbindung (WLAN/Wi-Fi) im Computer und beim Router per Knopfdruck zu deaktivieren. Auch Tablets und viele Smartphone-Typen können über ein spezielles Adapterkabel an den Router angeschlossen werden (im Flugzeugmodus und unter Wi-Fi-Ausschaltung).

- Wer nicht auf WLAN verzichten will oder kann, sollte es nur während der Internet-Nutzung einschalten. Vor allem nachts soll WLAN abgeschaltet sein. Ein guter Schlaf ist wichtig für die Regeneration.

-Weitere vermeidbare Strahlungsquellen sind drahtlose Mäuse, Tastaturen, Kopfhörer, Lautsprecher, Babyphones, Drucker und TV-Geräte (Wi-Fi oder Bluetooth). Achtung: Bei vielen Druckern und TV-Geräten kann die WLAN-Funktion nur abgeschaltet werden, indem man den Stecker zieht.

Glasfaser statt Mobilfunk

Durch die vermehrte Heimarbeit verursachte Internet-Versorgungsengpässe könnten als Argument genutzt werden, um Druck für einen verstärkten und erleichterten Ausbau von 5G zu machen. Dies würde die Strahlenbelastung von Mensch, Tier und Umwelt aber unnötigerweise weiter in die Höhe treiben, was von immer mehr Ärzten und Politikern abgelehnt wird.

Viel effizienter, gesünder und sicherer wäre laut VZS die Forcierung des Ausbaus des Glasfasernetz bis in alle Haushalte und eine Optimierung der Mobilfunk-Infrastruktur durch die sogenannte Indoor-Outdoor-Trennung.

stol