Dienstag, 20. Oktober 2015

"Brustkrebs ist heilbar, wenn er früh erkannt wird"

400 Frauen erkranken in Südtirol jährlich an Brustkrebs. Eine Schockdiagnose. "Doch Brustkrebs ist heilbar, wenn er früh erkannt wird". Diese positive Botschaft steht für die Südtiroler Krebshilfe im Mittelpunkt des Europäischen Brustkrebsmonats Oktober. Ein qualifiziertes Netz unterstützt dabei betroffene Frauen in Südtirol.

"Gemeinsam gegen Brustkrebs" heißt es im Europäischen Brustkrebsmonat Oktober.
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"Gemeinsam gegen Brustkrebs" heißt es im Europäischen Brustkrebsmonat Oktober. - Foto: © STOL

Jede neunte Südtirolerin ist betroffen. "Glücklicherweise sind jedoch auch die Heilungschancen wesentlich gestiegen und in Südtirol verfügt man mittlerweile über ein qualifiziertes Betreuungs- und Hilfsnetzwerk für Betroffene", erläutert die Südtiroler Krebshilfe anlässlich des Europäischen Brustkrebsmonats Oktober.

Brustkrebs vermeiden?

Vermeidbar ist Brustkrebs leider nicht, auch wenn mit einem gesunden Lebensstil das Risiko reduziert werden kann. Von besonderer Wichtigkeit sind dabei auch die monatliche Selbstuntersuchung der Brust sowie die Screening-Maßnahmen in den Krankenhäusern, zu denen Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren eingeladen werden. 

Gemeinsam gegen Brustkrebs

Eine frühzeitige Diagnose sowie eine fundierte Therapie und Begleitung seien wesentliche Faktoren, die eine Heilung positiv beeinflussen. „Als Südtiroler Krebshilfe machen wir uns vor allem für die Präventionsarbeit stark und sorgen für eine Begleitung der Patientin von der Diagnose bis zur Genesung und darüber hinaus“, so Ida Schacher, Präsidentin der Südtiroler Krebshilfe.

Ein wichtiger Partner hierbei seien die Brustkrebszentren in Südtirol (BZG).

Um diese Zertifizierung zu erhalten, müssen jährlich über 150 neue Brustkrebs-Fälle behandelt werden. Dazu braucht es ein Kernteam mit zwei spezialisierten Brust-Chirurgen und Radiologen. Außerdem sind Konferenzen vor und nach jeder Operation für jede Patientin notwendig, unter anderem mit der Universitätsklinik Innsbruck. Separate Räume für die Diagnose, Behandlung, Nachbetreuung und die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen, inklusive der sogenannten Brustkrebsschwestern, sind weitere Rahmenbedingungen.

Eine optimale medizinische Betreuung

Die Fachexperten in den Brustkrebszentren alle bringen reichlich Wissen und Erfahrung ein, sodass die Patientinnen dort eine optimale medizinische Betreuung erhalten: Zahlreiche Studien belegen dabei einen Überlebensvorteil für Brustkrebs-Patientinnen, die in solchen qualitätsorientierten Zentren behandelt werden.

Dabei wird im Brustgesundheitszentrum jeweils auch auf die Zusammenarbeit mit Ärzten aus anderen Disziplinen, Psychologen oder Patientenorganisationen geachtet. Mit begleitenden Angeboten, Vorträgen oder der Unterstützung beim Ankauf von Prothesen-BHs unterstützt die Südtiroler Krebshilfe die Betroffenen, wo immer sie kann.

Gemeinsam bemüht man sich also, die Frauen und ihre Angehörigen ganzheitlich zu begleiten und betreuen.

stol

stol