Donnerstag, 14. Mai 2015

Burn-out: Kann ich mich schützen?

Was kann man tun, um sich vor Burn-out oder gar Depressionen zu schützen? Seiner genetischen Veranlagung ist man zumindest nicht ganz hilflos ausgeliefert, sagen Forscher.

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Der eine arbeitet 80-Stunden-Wochen Jahr für Jahr und fühlt sich bestens. Dem anderen geht im Teilzeitjob die Puste aus oder er rutscht aus der Arbeitslosigkeit in eine chronische Erschöpfung.

Was macht manche Menschen anfälliger für Burn-out, Stress oder auch Depressionen? Und was verschafft anderen mehr Widerstandskraft?

Diesen Fragen geht unter anderem ein Forschungsprojekt zu Resilienz gegen Stress und Burn-out der Daimler und Benz Stiftung nach – und es gibt erste Antworten, die am Mittwoch in Berlin auf dem Kolloquium „Die gestresste Gesellschaft“ diskutiert wurden.

Nicht nur die Gene tragen Schuld

„Die gute Nachricht ist: Wir wissen, dass uns unsere Gene nicht mehr fatalistisch beeinflussen“, sagt Projektleiter Martin Reuter, Professor für Differentielle und Biologische Psychologie an der Universität Bonn.

Demnach konnten die Forscher zunächst im Tierversuch, mittlerweile aber auch in einer großen Studie mit rund 1500 Probanden nachweisen, dass nicht nur im ererbten Genmaterial bestimmte Risikofaktoren für Depression und andere für Burn-out enthalten sein können. Darüber hinaus verändern verschiedenste Umwelteinflüsse die Aktivität der Gene (Epigenetik) - und zwar in schützender wie in negativer Hinsicht.

dpa

stol