Das Prämenstruelle Syndrom (PMS) umfasst die Befindlichkeitsstörungen, welche eine Vielzahl von Frauen kurz vor ihrer Monatsblutung erfahren. Überraschenderweise wurde das am besten wirksame Frauenkraut früher nur bei Männern angewandt. <BR /><BR />Ein paar Tage vor der Regelblutung treten bei vielen Frauen körperliche und emotionale Vorboten-Symptome ein. Zwar sind diese bei jeder Frau unterschiedlich ausgeprägt, aber im Großen und Ganzen handelt es sich bei den psychischen Symptomen meistens um Verstimmung bzw. Stimmungsschwankungen mit Depression, vermindertem Selbstwert oder auch Angstzuständen. Körperliche Symptome sind unter anderem Wassereinlagerungen, Appetitveränderungen, Schmerzen in der Brust und in den Geschlechtsorganen, Migräne oder auch Ausbrüche von Entzündungsherden. <BR /><BR />Die Beschwerden können so stark sein, dass Betroffene im Arbeitsumfeld und in ihren sozialen Kontakten eingeschränkt sind. Es gibt eine große Debatte darüber, ob man natürliche Vorgänge im weiblichen Körper zu einem Syndrom erklären soll. Die Anerkennung des Symptomkomplexes ist ein leidiges Thema und Teil der feministischen Bewegung. <h3> Traditionelle Hausmittel</h3>Frauenmantel (Alchemilla) ist das in Europa traditionell bei Frauenleiden eingesetzte Hausmittel. Das Kraut soll bei regelmäßiger Einnahme nicht nur PMS lindern, sondern auch zu starke Monatsblutungen und damit verbundenen Unterleibskrämpfe. In Studien konnte man die Wirksamkeit jedoch noch nicht nachweisen, was nach Alternativen umschauen lässt. <BR /><BR />Wagen wir den Blick über den europäischen Tellerrand hinaus, fällt eine andere interessante Heilpflanze ins Auge. Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa), welche bei den kanadischen Indianern als „Hausmittel“ bei Frauenleiden eingesetzt wurde, reguliert wissenschaftlich bewiesen bei regelmäßiger Einnahme den Hormonhaushalt. Damit kann sie bei klimakterischen Beschwerden (Menopause) als auch bei PMS gute Erfolge erzielen. Die Indianer tranken damals den Tee aus den Wurzeln. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="826010_image" /></div> <BR /><BR />Heute empfiehlt man diese Einnahme nicht mehr, da dadurch nur mäßig viel Wirkstoffe aufgenommen werden können. In den Apotheken findet man standardisierte, also auf einen bestimmten Gehalt eingestellte, sicher wirksame Präparate. <h3> Frauenkraut Mönchspfeffer</h3>Ein anderes, altes Hausmittel, dieses Mal wieder aus Europa, ist der Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus). Lustigerweise wurde er früher als Keuschheitsmittel bei Männern eingesetzt. Aufgrund mangelnden Bedarfs fällt dieser Einsatz heutzutage eher weg, weicht aber einem anderen. In klinischen Studien konnte dem Mönchspfeffer, wie der Traubensilberkerze, eine hormonregulierende Wirkung im Körper der Frau nachgewiesen werden. <BR /><BR />Damit kommt es bei längerer Einnahme (mindestens 3 Monate) von hochkonzentrierten Fertigarzneimitteln aus der Apotheke auch hier zur Linderung von Beschwerden des PMS und der Menopause. Mönchspfeffer gilt in unserer heutigen Zeit als das Mittel der Wahl bei Frauenleiden aller Art. Selbst im Bereich der synthetischen Arzneimittel gibt es keinen Wirkstoff der Betroffenen besser helfen kann als die Kraft dieses Krautes. <BR /><BR /><BR /><b>ZUR PERSON</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="731480_image" /></div> <BR />Yvonne Vorhauser ist gebürtige Brixnerin und Wahlwienerin. In ihrem Pharmaziestudium kam sie erstmals mit der Naturheilkunde in Kontakt und seitdem ist sie begeisterte Kräuterhexe. <BR /><BR />Hintergrundwissen über die Chemie der Inhaltsstoffe und die Gabe, Informationsquellen kritisch zu hinterfragen, helfen ihr dabei, wirksame Pflanzen von unwirksamen zu unterscheiden. <BR /><BR />Auf ihrem eigenen Blog <a href="https://oktotussi.com" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Oktotussi </a> schreibt Yvonne über Naturheilmittel, essbare Wildpflanzen und Weitwanderungen – ihre drei Leidenschaften. Auch auf <a href="https://www.instagram.com/oktotussi/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Instagram </a> ist die Oktotussi aktiv. Hier hält sie Follower über alle neuen Artikel am Blog informiert, gibt ab und an kleine Kräuterwanderungen und teilt Wildkräuterrezepte.