Krebs ist eben kein Schnupfen. Er wirkt bedrohlich, kann dramatische Auswirkungen haben – auf den Erkrankten und auf sein Umfeld. Gerade auch in Familien mit kleinen Kindern.<BR /><BR /><BR />Ohne passende Erklärungen auf eine veränderte Situation in der Familie füllten Kinder die Leerstellen mit ihrer Fantasie. „Solche Gedanken können bedrohlicher sein als die Wirklichkeit“, so die Beratungsseite des Zentrums. Noch mehr: Wer ehrlich Auskunft gibt, stärke das Vertrauen der Kinder. Erfahren sie dagegen später, dass ihnen wichtige Informationen vorenthalten wurden, kann das zu Misstrauen, Ablehnung und Konflikt führen.<BR /><h3> Früh mit den Kindern sprechen – aber nicht zu früh</h3><BR />Kinder sollten früh eingeweiht werden, so der Rat des Krebsforschungszentrums. Sie seien oft sehr feinfühlig und spürten Veränderungen in der Familie. Allerdings sei auch wichtig, dass das Gespräch geführt wird, wenn die Diagnose gesichert feststeht und die Erkrankten Zeit hatten, ihre erste eigene Reaktion zu verarbeiten. „Familien müssen sich nicht unter Druck setzen“, unterstreicht das Krebsforschungszentrum. Und die Eltern müssen bei dem Gespräch nicht stark sein. Das Krebsforschungszentrum verweist auf Experten, die dazu raten, keine Angst vor den eigenen Gefühlen zu haben. Weinen ist okay – Kinder könnten dann sogar daraus lernen, dass auch sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen dürfen.Die Deutsche Krebsgesellschaft rät auch dazu, die eigene Gefühlslage zu erklären und so zu vermeiden, dass die Kinder denken, Gereiztheit und Traurigkeit hätte etwas mit ihnen zu tun.<BR /><h3> Keine Versprechen, die man nicht halten kann</h3><BR />Wichtig ist aber bei allen Gefühlen und dem Wunsch, dem Kind ein gutes Gefühl zu geben: Man sollte nichts versprechen, was man nicht versprechen kann, und keine Hoffnungen machen, von denen man weiß, dass sie sich nicht erfüllen könnten, rät die Krebsgesellschaft. Dazu gehört etwa der Satz: „Die Mama wird bald wieder ganz gesund.“ Kinder würden verunsichert und fühlten sich betrogen, wenn es anders kommt. Gegebenenfalls können Fachleute die Eltern bei diesen Gesprächen unterstützen, etwa Beratungsstellen und sogenannte psychoonkologische Dienste in Kliniken.<BR /><BR />