Um den bestmöglichen Effekt mit der Faszienrolle zu erzielen, sollten allerdings einige Punkte beachtet werden.<h3> Was sind Faszien überhaupt?</h3>Faszien sind Gewebefasern, die Muskeln und Organe wie eine Schutzfolie umschließen. Ein Geflecht aus diesen Faszien zieht sich durch unseren gesamten Körper. Sie ähneln den milchig-weißen Hautsträngen, die man oft an der Oberfläche eines Stücks Fleisch findet. <BR /><BR />Faszien sind im Idealzustand glatt und geschmeidig, wie eine Klarsichtfolie. Wenn die Folie aber zusammenklebt, ist sie schwer wieder auseinanderzubekommen. Bei den Faszien ist das ähnlich. Ist der Körper in Bewegung, bleiben die Faszien elastisch und beweglich. Wird der Körper aber nicht genug oder einseitig bewegt, verkleben sie miteinander, und das führt zu Schmerzen, Verspannungen und Einschränkungen in der Bewegung. Lange Zeit hat man diese Bindegewebsschicht aber vernachlässigt und ihr keine wichtige Funktionen zugeschrieben. Das hat sich in den vergangenen Jahren geändert.<h3> Wie funktioniert Foam Rolling?</h3>Das Foam Rolling ist eine effektive Trainingsmethode für die Faszien. Hierzu verwendet man die eigens dafür entwickelten Foam Roller. Diese Rollen aus Hartschaumstoff gibt es in verschiedenen Größen, Formen, Farben und Härtegraden und dienen der Selbstmassage. Die Wirkung wird erzielt, indem man Druck auf den Muskel ausübt. Dadurch wird die Lymphflüssigkeit in Bewegung versetzt und Stoffwechselprozesse in Gang gebracht. Dieses Prinzip wird auch als Schwammeffekt bezeichnet: Man drückt die alte Flüssigkeit aus, sodass sich der Schwamm wieder mit neuem Wasser vollsaugen kann. Folglich werden die Faszien geschmeidiger, und Schmerzen können vermindert werden. Zudem regeneriert die Muskulatur schneller, indem das Gewebe besser durchblutet wird. Und das geht so: Man rollt mit dem Foam Roller über die betroffenen Körperstellen, bis sich sogenannte Triggerpunkte (lokale Muskelverhärtungen) langsam lösen. Das sollte langsam und kontrolliert erfolgen.<BR /><BR />Für Anfänger empfiehlt es sich, mit geringer Intensität und einer Rolle mit geringerem Härtegrad zu starten. Du kannst die Verteilung deines Körpergewichts auf die Faszienrolle regulieren, indem du Arme oder Beine aufstützt. Ansonsten lastet zu viel ungewohnter Druck auf den Stellen. <h3> Regelmäßige Anwendung wichtig</h3>Zunächst kann dieses Ausrollen durchaus unangenehm sein, je nachdem, wie viele solcher Muskelverhärtungen man hat. Nach einer Weile spürt man, dass es sich besser anfühlt. Es ist zu empfehlen, regelmäßig mehrmals pro Woche mit der Faszienrolle zu arbeiten und dabei alle Körperregionen zu berücksichtigen. Von Mal zu Mal ist die Selbstmassage weniger schmerzhaft, da sich die Verklebungen der Faszie lösen und so die Gleitfähigkeit des Muskels wiederhergestellt wird. <BR /><BR />Die Selbstmassage kann die Durchblutung der Muskeln fördern und die Beweglichkeit verbessern. Doch durch das Ausrollen alleine werden untrainierte Muskeln nicht fit, und auch Cellulitis verschwindet nicht. Erst in Kombination mit einem ganzheitlichen Training kann der Foam Roller seine Wirkung entfalten. <BR /><BR />Bei starken Verspannungen und Bewegungseinschränkungen, vor allem durch Sportverletzungen, sollte man sich von einem Physiotherapeuten behandeln lassen. Personen mit Erkrankungen, vor allem Herz-Kreislauf-Problemen, sollten vorher Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Grundsätzlich empfiehlt sich eine kurze Einweisung durch erfahrene Trainer. Dann können sich Fehler in der Ausführung gar nicht erst einschleichen.<BR /><BR />