Osteoporose ist eine Erkrankung, die zur Abnahme der Knochenmasse führt, wodurch diese brüchiger wird. „Das Risiko für Knochenbrüche steigt, selbst nach geringfügigen Traumata wie Stürzen aus dem Stand oder einer abrupten Bewegung“, weiß die Rheumatologin Dr. Silvia Zanoni. <h3> Eine „stille“ Krankheit</h3>Obwohl die Erkrankung weit verbreitet sei, werde sie häufig unterschätzt, weil sie still voranschreite. „Solange kein Knochenbruch auftritt, gibt es keine Symptome“, sagt Dr. Zanoni. Anzeichen können aber ein Größenverlust von mehreren Zentimetern oder anhaltende Rückenschmerzen sein. <BR /><BR /><embed id="dtext86-71827994_quote" /><BR /><BR />Zwar handelt es sich bei Osteoporose und Rheuma um unterschiedliche Erkrankungen, dennoch besteht ein enger Zusammenhang: So können chronisch-entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis den Knochenverlust begünstigen. Laut der Expertin ist Osteoporose streng genommen nicht heilbar. „Die verlorene Knochenmasse kann nur teilweise wieder aufgebaut werden“, sagt Dr. Zanoni. Das Hauptziel der Therapie sei deshalb, das Risiko von Knochenbrüchen zu verringern. <h3> 40 Millionen Betroffene in Europa bis 2035?</h3>Weil die Bevölkerung altert, steigt die Zahl der Erkrankten. Ohne wirksame Behandlungs- und Präventionsstrategien könnte die Zahl der Betroffenen in Europa bis zum Jahr 2035 auf über 40 Millionen steigen (zum Vergleich: derzeit sind es etwa 32 Millionen). <BR /><BR />„Dank wirksamer Medikamente und einer frühzeitigen Diagnose ist es heute möglich, das Risiko für Knochenbrüche zu senken, die Lebensqualität der Patienten zu schützen und die Gesundheitsausgaben zu begrenzen“, so Dr. Zanoni. <BR /><BR />Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Kalzium und Vitamin D sowie regelmäßige Bewegung (insbesondere solche, die eine mechanische Belastung mit sich bringen, wie Tanzen, Gehen oder Treppensteigen) beugen Osteoporose vor.