Pflanzen können die Luft filtern, Strahlen abfangen und für besseres Klima in Innenräumen sorgen. <BR /><BR /><BR /><BR />Topf- und Zimmerpflanzen können sehr viel mehr, als nur schön sein. Sie tragen auch zu einem gesunden Raumklima bei und machen die eigenen vier Wände erst zur Wohlfühloase. Aber welche Pflanzen haben welche Eigenschaften? Und wie groß ist der Effekt der grünen Mitbewohner wirklich?<BR /><BR />Irene Blasbichler aus Naturns ist gelernte Gärtnerin und hat in den 14 Jahren Arbeitserfahrung so einiges Wissen über Zimmerpflanzen zusammengetragen. Beim Thema „Welche Zimmerpflanzen sind nicht nur schön, sondern helfen auch dem Raumklima?“ weiß sie: „Es ist wichtig zu verstehen, dass man eine Zimmerpflanze nicht in den Raum stellt und erwarten kann, dass die Luft plötzlich spürbar sauberer ist. Verschiedene Pflanzen können die Luft filtern oder Strahlen abfangen und für ein besseres Raumklima sorgen. Aber für den Menschen ist der Effekt einer Pflanze nicht direkt spürbar.“ <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="702344_image" /></div> <BR />Pflanzen können das tägliche Lüften also nicht ersetzen, sondern sollen als zusätzliche Luft-Verbesserer gesehen werden. Dennoch haben die grünen Naturschönheiten so einige Vorteile, die sich ein jeder Haus- oder Bürobesitzer zu Nutze machen kann. <BR /><BR /><b>Weniger Strahlen, schöner Wohnen</b><BR /><BR />„Alle Zimmerpflanzen, die wir kaufen, wachsen irgendwo auf dieser Erde in freier Natur“, erklärt Irene Blasbichler. „Wie zum Beispiel der Gummibaum. Wir haben kleine Exemplare davon in unseren Häusern, aber auf Mallorca können im Freien so große Gummibäume gefunden werden, wie unsere Kastanienbäume.“ Abhängig von ihrer Beschaffenheit, können die verschiedene Topf- und Zimmerpflanzen daher in den eigenen vier Wänden verschiedenen Zwecken dienen. <BR /><BR />„Es gibt zum Beispiel Pflanzen, die besonders gut darin sind, Strahlen abzufangen und zu schlucken“, erklärt die Gärtnerin. Diese Zimmerpflanzen sind nicht nur eine gute Option fürs Eigenheim, sondern sollten auch in keinem Büro fehlen. „Eine Faustregel ist hier: Pflanzen mit einem dicken Stamm, sind besonders gut darin, Strahlen abzufangen.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="702347_image" /></div> <BR /> Hier gilt: je größer, desto besser. „In einem Büro mit mehreren Computern ist es ratsam, zwei oder drei Zimmerpflanzen aufzustellen, die einen dickeren Stamm haben. Diese können auch gerne Mannsgroß sein.“ <BR />Einige Beispiele dieser grünen „Strahlenschlucker“ sind der Elefantenfuß, Ficus Lyrata, Pachira Aquatica, Dracaena Fragrans, Schefflera Arboricola und Yucca. <BR /><BR /><b>Saubere Luft und richtige Luftfeuchtigkeit</b><BR /><BR />„Es gibt auch Zimmerpflanzen, die die Luft reinigen. Zu 90 Prozent handelt es dich dabei um Pflanzen mit großen Blättern“, weiß die Expertin. Zu ihnen gehört die Birkenfeige, die Mondblume, der Bogenhanf, Orchideen, die Kentia-Palme, der Drachenbaum, die Grünlilie oder der Efeu. <BR /><BR />Zwar müsste derjenige, der die Verbesserung der Luft wirklich bewusst wahrnehmen will, „seine Wohnung so mit diesen Pflanzen vollstellen, dass er selbst nicht mehr hineinpasst“, erklärt Irene Blasbichler lachend. Aber 2 oder 3 Pflanzen in einem Raum können – wenn auch vom Menschen nicht bewusst wahrgenommen – für ein verbessertes Raumklima sorgen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="702350_image" /></div> <BR />„Zusätzlich gibt es auch Pflanzen, die die Luftfeuchtigkeit verbessern,“ erklärt sie. „Diese Pflanzen sind aber immer Pflanzen, die selbst auch viel Wasser brauchen.“ Daher ist es wichtig zu wissen, dass eine Zimmerpflanze, die für eine verbesserte Luftfeuchtigkeit sorgt, nicht einfach so in einen trockenen, heißen Raum gestellt werden kann. „Da überlebt sie keine 2 Wochen.“ <BR /><BR />Egal ob für das Eigenheim oder fürs Büro, ideal wäre „den Raum mit ein, 2 großen Pflanzen mit einem dickeren Stamm zu füllen. Dazu noch ein paar Zimmerpflanzen, die für eine bessere Luftqualität sorgen und das Raumklima zusätzlich noch mit einem Luftbefeuchter, der an die Steckdose angeschlossen wird, zu unterstützen“, erklärt die Gärtnerin. <BR /><BR />Für diejenigen, die sich ihre eigenen vier Wände nicht nur grüner, sondern auch gesünder gestalten wollen, hat die Expertin noch ein paar weitere Tipps: „Wer ein Problem mit sehr trockener Luft hat, kann seine Pflanzen einmal im Monat, anstelle des Gießens in die Badewanne stellen und die Blätter abwaschen. Dadurch werden sie gereinigt und können wieder mehr Feuchtigkeit aufnehmen.“<BR /><BR /><b>Achtung vor Kälteschock!</b><BR /><BR />Wer sich hingegen mit den weißen Flecken herumplagt, die kalkiges Wasser hinterlässt: „Hier am besten das Wasser abkochen und in eine Sprühflasche füllen, bevor es zum Besprühen der Pflanzen verwendet wird.“<BR /><BR />Und zu guter Letzt hat die Gärtnerin auch noch einen Tipp für die bevorstehenden Wintermonate: „Wenn es draußen Minusgrade hat, ist es wichtig, dass beim Lüften die kalte Luft nicht direkt die Zimmerpflanze trifft. Denn durch diesen Kälteschock können sie die Blätter hängen lassen oder gar verlieren.“ Es können und sollten mehrmals am Tag für 3 bis 5 Minuten die Fenster aufgemacht werden, um frische Luft für Menschen und Pflanze in den Raum zu lassen. Allerdings ist wichtig, darauf zu achten, dass die Zimmerpflanzen während des Lüftens nicht direkt neben dem Fenster stehen. <BR />