Mittwoch, 30. September 2020

Ein Engel als Zeichen der Dankbarkeit

Im Atrium der neuen Bozner Klinik fand am Mittwoch die offizielle Übergabe einer Skulptur statt, die einen Engel zeigt – als Dank eines Patienten.

Umberto Tait, Paul Moroder, Carl Comploj mit Ehefrau und Thomas Widmann bei der Übergabe am Mittwoch.
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Umberto Tait, Paul Moroder, Carl Comploj mit Ehefrau und Thomas Widmann bei der Übergabe am Mittwoch. - Foto: © Südtiroler Sanitätsbetrieb
Die Aufschrift „Engel-Begegnungen, immer nur einen Gedanken weit entfernt von dir“ befindet sich am Sockel der vom Bildhauer und Künstler Paul Moroder aus Gips gefertigten Engel-Skulptur.

Bereits seit einigen Tagen breitet der Engel im Atrium des neuen Krankenhaustraktes in Bozen seine Flügel aus und findet auch reges Interesse. Die einleitenden Worte zur offiziellen Übergabe am Mittwoch übernahm Bezirksdirektor Umberto Tait, der sich im Namen des Südtiroler Sanitätsbetriebes für diese „himmlische“ Schenkung bedankte.

Die Skulptur wurde vom Schwager des Künstlers, Carl Comploj, als Zeichen der Dankbarkeit an den Gesundheitsbezirk Bozen übergeben.

Patient während Covid-19-Notstand


Comploj war während des Covid-19-Notstandes im Landeskrankenhaus Bozen über ein Monat lang Patient und auch intubiert. Er und seine Familie durchlebten in dieser Zeit lange Momente des Bangens: „Es war eine sehr schwierige Zeit für mich, in der schwarze Schatten mein Leben bedrohten. Bis zu jenem Augenblick, in dem ich mir einer beruhigenden, hellen Präsenz bewusst wurde“, beschreibt Comploj.

„Hoffnung, nicht allein zu sein“

„Diese gläserne, weiße Präsenz stärkte in mir die Hoffnung und das Bewusstsein, nicht allein zu sein. In meinem Unterbewussten wurde es als die Hilfe der Ärzte, des Pflegepersonals und aller Beteiligten wahrgenommen, die sich meiner angenommen haben und dafür bin ich heute unendlich dankbar.“


Verbindung von Irdischem mit dem Himmlischen

„Ich habe diese Präsenz als den Flügel eines Engels gedeutet“, erklärt Bildhauer Paul Moroder. „Engel findet man in vielen Religionen und sie haben eine wichtige Bedeutung, sie verbinden das Irdische mit dem Himmlischen“.


Sichtlich gerührt von den geschilderten Erfahrungen zeigte sich der Landesrat für Gesundheit, Thomas Widmann, der die symbolische Bedeutung einer himmlischen Skulptur im Krankenhaus unterstrich und sich für die Schenkung bedankte.

Die Übergabe der Skulptur wurde von Marion Moroder mit 2 musikalischen Stücken („Angel“ und „One Day“) auf der Gitarre begleitet.

stol